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"Wir leben in einer pluralen Gesellschaft“ - Barmer Chef für Homöopathie

veröffentlicht am 11.08.2017 von Redaktion krankenkasseninfo.de

homöopathisches Arzneimittelhomöopathisches Arzneimittel(c) Britta Cornelsen / pixelio.de
Der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christoph Straub, hat in einem Interview klar für die Beibehaltung der Homöopathie als Kassenleistung Stellung bezogen.  Denn wir „leben in einer pluralen Gesellschaft, die diese Behandlungsform wünscht“, so der Spitzenmanager von Deutschlands zweitgrößter Krankenkasse.

2017-08-11T08:47:00+00:00
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Reaktion auf politischen Angriff

Straub bezog sich damit auf den Vorstoß von Seiten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA),  Homöopathie als Satzungsleistung der GKV wieder zu verbieten. Diese Forderung hatte  auch bei der CDU politische Unterstützung gefunden. So machte sich im April 2017 die Verbraucherschutzbeauftragte der Partei, Mechthild Heil, gegen die Apothekenpflicht von homöopathischen Arzneien stark.

Barmer-Chef Straub verwies im aktuellen Interview auf die Gesetzeslage, nach der die Krankenkassen auch verpflichtet seien, die Kosten für  Therapien der Alternativmedizin wie Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie unter bestimmten Voraussetzungen zu erstatten. „Ich bin dafür, dass wir in Verbindung mit der Schulmedizin diese Therapie über Ärzte mit einer Zusatzausbildung auch erbringen.“ , so der Barmer-Chef weiter. Straub selbst ist ursprünglich Schulmediziner und als solcher sogar Mitbegründer des homöopathiekritischen „Netzwerks für evidenzbasierte Medizin“.

Homöopathie als Zusatzleistung

Die Barmer erstattet im Rahmen einer freiwilligen Satzungsleistung Behandlungen von Ärzten mit homöopathischer Zusatzausbildung.


Weitere Krankenkassen, welche sich an den Kosten für Homöopathie beteiligen, finden Sie im Krankenkassen-Test.


 

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