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Zusatzbeitrag

Wie hoch klettert der Zusatzbeitrag nach Corona?

Experte rechnet bald mit deutlich über sechzehn Prozent
veröffentlicht am 04.05.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Zusatzbeitrag 2020 Zusatzbeitrag 2020(c) Fotolia.de / Setareh
Nichts wird nach Corona mehr sein wie es vorher war. Das gilt offenbar auch für den Zusatzbeitrag 2020 und den Jahren danach? Der politikberatende Gesundheitsökonom Prof. Wolfgang Greiner hat gegenüber Journalisten von Beiträgen „deutlich über 16 Prozent statt der bisherigen durchschnittlich 15,7 Prozent" gesprochen.

2020-05-04T13:01:00+00:00
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Durch den verfügten Lockdown der Wirtschaft im Verlauf den Corona-Pandemie erwarten Ökonomen deutliche Einnahmebußen auf Seiten der Krankenkassen. Die Zahl versicherungspflichtiger Jobs geht allein durch den Wegfall in den saisonbedingt personalstarken Branchen Gastronomie und Reisen zurück. Hinzu kommen Beitragsausfälle von Handwerksbetrieben und Selbstständigen, die besonders stark von der Krise betroffen sind.     

Minus schon vor Corona

Doch bereits vor Corona waren schon Zahlen bekannt geworden, die gezeigt hatten, dass die Krankenkassen längst ihre Reserven aufbrauchen, weil die Einnahmeentwicklung hinter den Ausgabensteigerungen zurückblieben. So waren die gesetzlichen Kassen zum Jahresende insgesamt  erstmals wieder im Roten Bereich gelandet – mit einem Gesamtminus von 1,6 Milliarden Euro.  

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Kassensturz im Herbst

Nicht nur Prof. Wolfgang Greiner als Mitglied des zuständigen Sachverständigenrates des Gesundheitsministeriums sieht mit Sicherheit eine Beitragserhöhung auf die Versicherten zukommen. Wie hoch das tatsächliche Defizit bei den Kassen aussehen wird, mag er noch nicht abschätzen. "Im Herbst machen wir einen Kassensturz", hatte die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, vor Wochen angekündigt. Derzeit werde noch alles Notwendige organisiert und finanziert – und das bei gleichzeitigen Beitragsstundungen und – reduzierungen. Nach der Krise, so Pfeiffer, soll dann über eine eventuelle Erhöhung des Bundeszuschusses aus Steuermitteln an den Gesundheitsfonds entscheiden werden.

 

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