Werbung

Was gehört in eine gute Reiseapotheke?

22.07.2015 ReiseapothekeWer in den Urlaub fährt, macht sich in aller Regel vor Reisebeginn über das Ziel Gedanken. In den Überlegungen sollte auch unbedingt die Reiseapotheke eine Rolle spielen. Eine Checkliste mit den wichtigsten Inhalten hat die Techniker Krankenkasse zusammengestellt. Diese empfiehlt neben Schmerz- und Fiebermitteln je eine Medizin gegen Durchfall sowie gegen Verstopfung, Insektengel und eine grundlegende Unfallausrüstung.

Bei starken Schmerzmitteln Zollbestimmungen beachten

Wer seinen Urlaub mit einer schweren Vorerkrankung antritt und daher starke Schmerzmittel mit ins Ausland nehmen will, muss bestimmte Regeln beachten, um möglichen Ärger mit dem Zoll oder der Polizei zu vermeiden. Denn diese fallen möglicherweise unter das Betäubungsmittelgesetz. Opioide beispielsweise sind sowohl als Medikament zugelassen als auch ein "beliebte Schwarzmarkt-Ware für Drogenabhängig“, informiert Claudia Schneppel, Sprecherin der Apothekerschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis, in der Tageszeitung „Der Westen“.

Nötige Menge für den Eigenbedarf ist erlaubt

Betäubungsmittel (BtM) wie beispielsweise die Wirkstoffe Fentanyl oder Oxycodon müssen unbedingt vom Arzt verordnet werden. „Eine für die Dauer des Urlaubs angemessene Menge dürfen die Patienten mitführen“, so Apothekerin Schneppel. Die Mitnahme von Betäubungsmitteln durch beauftragte Personen sei jedoch nicht zulässig, da diese Medikamente ausschließlich für den eigenen Bedarf mitgeführt werden dürfen. Wer als deutscher Staatsbürger bis zu 30 Tage in ein Land reist, das dem „Schengener Abkommen“ beigetreten ist, muss eine vom Arzt unterschriebene und von der zuständigen Gesundheitsbehörde beglaubigte Bescheinigung mitführen.

Über Rechtslage anderer Länder informieren

Bei Reisen in Länder die nicht dem „Schengener Abkommen“ beigetreten sind, ist es ratsam, neben der ärztlichen Bescheinigung, die jeweilige Rechtslage in dem Ausland vor Antritt der Reise zu klären und sich eventuell erforderliche Genehmigungen zu beschaffen. Auskünfte dazu gibt die jeweilige diplomatische Vertretung des Ziellandes in Deutschland.



Vordrucke für die Bescheinigungen gibt es auf der Internetseite der Bundesopiumstelle .

 

 

Foto: silencefoto / fotolia.de

Bewerten Sie uns 4,0 / 5

475 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.