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Ernährung

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel?

Neue Höchstwerte für Dosierung veröffentlicht
veröffentlicht am 01.02.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Bild zum Beitrag Was bringen Nahrungsergänzungsmittel?(c) Pat Hastings / fotolia.de
In Deutschland erfreuen sich Nahrungsergänzungsmittel großer Beliebtheit. Doch in den meisten Fällen ist ihre Einnahme nicht nötig und kann bei Überdosierung sogar schädlich sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat daher eine Aktualisierung der empfohlenen Höchstwerte vorgenommen.

2018-02-01T13:01:00+01:00
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Für viele Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel das Mittel der Wahl, um sich gesund und fit zu halten. Denn bei kleineren Problemen zum Beispiel eine Vitamintablette einzunehmen, bedeutet selbstverständlich weniger Aufwand als der Gang zum Arzt.

Jeder vierte greift zu Vitamin- und Mineralpillen

In Deutschland greifen 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen regelmäßig zu mit Mineralstoffen oder Vitaminen angereicherten Präparaten. Das sind vor allem Menschen – und dabei mehr Frauen als Männer – die bereits gesund leben und sich ausgewogen ernähren. Und so wird in Deutschland mit jährlich etwa 165 Millionen verkauften Verpackungen ein hoher Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln erzielt -allein zwischen 2013 und 2014 mehr als eine Milliarde Euro. Häufig bleibt der Erfolg aber aus, denn nur selten ist die Einnahme solcher Präparate notwendig oder sinnvoll. Doch nicht nur das: Überdosierungen können sogar schädlich sein. Daher rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dazu, die jeweiligen Angaben zur Höchstmenge zu beachten.

Gesünder durch Nahrungsergänzungsmittel?

Was in Maßen eingenommen oft unbedenklich ist, kann in zu großer Menge schädlich sein. Dass die Dosis den Unterschied macht, gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind Vitaminpillen & Co. unnötig, wenn man sich ausgewogen ernährt und einen gesunden Lebensstil führt. Denn dann ist der Körper bereits mit allen wichtigen Mikronährstoffen versorgt.

Besonders beliebt sind Magnesiumpräparate, um beispielsweise Muskelkrämpfe loszuwerden. Allerdings konnte die Bekämpfung solcher Krämpfe mit Magnesiumtabletten bisher nicht stichhaltig nachgewiesen werden. Dafür hat sich gezeigt, dass es bei einer Überdosierung zu Erbrechen und Durchfall kommen kann. Insbesondere Magnesium nehmen Menschen, die sich gesund ernähren, schon mit den normalen Lebensmittel zu sich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt unter anderem Sojabohnen, Vollkornprodukte, Milch, Fisch und viele Gemüsearten als wichtige Lieferanten von Magnesium. Selbstverständlich kann die zusätzliche Einnahme von Magnesium in manchen Fällen sinnvoll sein, beispielsweise bei einigen Magen-Darm-Erkrankungen oder Asthma. Dies sollte allerdings zuvor immer mit einem Arzt abgesprochen werden.

Ergebnisse der DGE Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y/fulltext.html

 

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