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"Wächterinnen und Schützerinnen der Frauen" - Plädoyer für Hebammen im Deutschlandradio

18.07.2014

 Die praktizierende Hebamme Katharina Jeschke hat in einem leidenschaftlichen Beitrag im Deutschlandradio vom 17.7. 2014 zu einem Umdenken in der Gesellschaft in Bezug auf das Thema Geburt aufgerufen. Es sei ein großer Widerspruch, dass schwangere Frauen in Deutschland trotz einer Komplikationsrate im Promillebereich und besten hygienischen und medizinischen Standards voller Angst seien in Bezug auf die Geburt. Die Frauen seien heute sogar ängstlicher denn je, so Jeschke.  
Angst aber führe als Grundlage der Frage, wo ein Kind zur Welt kommen soll, nicht zu einer individuellen und guten Entscheidung.


Hebammen stützen Selbstbestimmung der Gebärenden

Im Namen der Sicherheit würden Frauen heutzutage anstatt einer natürlichen Geburt ein komplexes und schwer verständliches „eng terminiertes Risikoselektionsverfahren“ durchlaufen. Den Frauen komme dabei die nötige Objektivität und Souveränität für eigene Entscheidungen abhanden. Unter diesen Bedingungen erfüllten die Hebammen die wichtige Funktion der „Wächterinnen und Schützerinnen der Frauen“, sagte Katharina Jeschke, die selbst ein Geburtshaus leitet. 
Es werde höchste Zeit , so Jeschke , dass diese Erkenntnis, welche bei den für die Hebammen demonstrierenden Müttern und Frauen längst angekommen ist, sich auch in den Strukturen des Gesundheitswesens wiederfinde.


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Hebammen als ganze Berufsgruppe in Gefahr

Die Berufsgruppe der Hebammen ist aktuell aus versicherungsrechtlichen Gründen akut gefährdet. Ca. 20 Prozent aller freiberuflich arbeitenden Hebammen sehen sich gezwungen oder spielen mit dem Gedanken, ihren Beruf aufzugeben, weil sie die teuren Versicherungsrisiken nicht mehr tragen können. Bislang konnte die Politik diese Entwicklung nicht wirksam stoppen.

 

Abbildung oben: Christian v. R. / pixelio.de
 

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