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Viagra ist kein Zaubermittel für Partnerschaft

03.03.2014

 Die Einnahme von Potenzmitteln wie Viagra kann zwar sexuelle Probleme lösen helfen, hat aber keinen nachweislichen Einfluss auf die Zufriedenheit in der Partnerschaft. Das ist das Ergebnis einer sexualmedizinischen Studie in den Vereinigten Staaten, die an der Universitär von Maryland durchgeführt und im "Journal of Sexual Medicine" publiziert wurde.


Erektionen ja - Garantie auf Partnerglück nein

Insgesamt wurden vierzig Fälle von erektiler Dysfunktion und deren Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden in der Partnerschaft untersucht und ausgewertet. Ein häufige Ergebnis ist, dass die Einnahme von Viagra zwar Erektionen bescherte und das Selbstwertgefühl verbessern half, beileibe aber nicht das Glück in der Partnerschaft befördern konnte. Dr. Andrew Kramer, Urologe und leitender Mediziner der Studie, interpretierte das Ergebnis so, dass es sich bei der Vorstellung, die Wiederherstellung der Erektionsfähigkeit könne Beziehungsprobleme lösen, um eine Wunschvorstellung handele. Glück sei eben komplexer zu verstehen als der Aspekt der sexuellen Befriedigung.

Mediziner empfehlen begleitende Paartherapie

Betroffene Paare sollten nicht allein auf pharmakologische Präparate setzen, sondern auch eine begleitende Paartherapie ins Auge fassen. Nur in zehn Prozent aller Fälle haben Erektionsstörungen rein körperliche Ursachen. In allen anderen Fällen sind es psychische Komponenten, Stress oder Sucht, die zur Impotenz führen.

 

Abbildung oben: Tim Reckmann / pixelio.de