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Verhütung: "Pille danach" ab Mitte März ohne Rezept

09.03.2015 Frauen und Mädchen ab 14 Jahren können ab dem 15. März bei „Verhütungsunfällen“ nachträglich einzunehmende Hormonpräparate, die so genannte „Pille danach“, rezeptfrei in der Apotheke erhalten. Dies ist in einer Änderung der Verschreibungsverordnung für Medikamente festgelegt, welche der Bundesrat bestätigt hat und nun in Kraft treten kann.  Versandaoptheken sind vorerst von der Möglichkeit ausgeschlossen.

Apotheker sollen Frauen beraten 

Die entsprechenden Medikamente mit den Wirkstoffen Levonorgestrel und Ulipristalacetat können nach langem Streit ohne vorherige Arztkonsultation für eine Selbstmedikation verkauft werde, allerdings nicht auf Vorrat. Die Apotheker übernehmen die vorgeschriebene und notwendige diskrete Beratung zur Anwendung. Im Einzelfall können Apothekerinnen und Apotheker auch zu einem Arztbesuch raten. Probleme könnte es auch geben, wenn Frauen ihre Männer in die Apotheke zur Abholung schicken. Denn eine Richtlinie empfiehlt, die Mittel nur direkt an die betroffenen Frauen abzugeben. Wegen der nötigen vertraulichen Beratungen gilt die neue Regelung nicht für Versandapotheken ohne Filialgeschäft. 

Krankenkassen zahlen nur bei Rezept

Sollen die gesetzlichen Krankenkassen für die „Pille danach“ aufkommen, muss in jedem Fall nach wie vor ein ärztliches Rezept vorliegen. Außer dem gilt für eine Kostenübernahme die Altersgrenze von 20 Jahren.  

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