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Verhandlungen über Finanzierung der Krankenhäuser in Berlin gestartet

26.05.2014 Die deutschen Gesundheitsminister haben am heutigen Tage in Berlin die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über eine Neuordnung der Krankenhausfinanzierung in Deutschland begonnen. Die Ressortleiter der Landesregierungen beraten zusammen mit Bundesgesundheitsminister Gröhe, um die Finanzierung der circa 2000 deutschen Krankenhäuser politisch sicherzustellen.

Klinikfinanzierung ist Bestandteil des Koalitionsvertrages

Die Absicherung der Kliniken ist ein wichtiger Punkt im Koalitionsprogramm und betrifft über 50 Prozent aller Einrichtungen, die bereits rote Zahlen schreiben oder drohen ins Minus zu rutschen. Zum Verhandlungsstart bekräftigten die Vertreter der Klinikbetreiber ihre Mehrforderungen von Bund, Ländern und den Krankenkassen. Die Grundsicherung müsse gesetzlich an die jährlichen Teuerungsraten angepasst werden, so eine Hauptforderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Weiterhin richtet sich eine Forderung der DKG an die Bundesländer, die nach Ansicht des Verbandes ihren Finanzierungspflichten nicht genügend nachkämen. Die Kliniken wollen eine gesetzliche Abgabe der Länder von insgesamt sechs Milliarden Euro jährlich durchsetzen.

Versicherte sollen verschont bleiben

Die Krankenkassen weigerten sich bislang, mehr Geld für die Kliniken aufzubringen, weil die Versicherten schon bis über die Grenze belastet würden und die Strukturprobleme dadurch nicht gelöst würden. Die stetig steigenden Behandlungskosten stellen für die Krankenkassen eine große Belastung dar. Die Verhandlungen in Berlin sollen nun einen Durchbruch bei den seit Jahren schwelenden Problemen bringen und eine nachhaltige Klinikfinanzierung auf den Weg bringen.