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Verbraucherschützer: Schuldenerlass von Krankenkassen nur halbherzig umgesetzt

11.02.2014
Die Verbraucherzentrale in  NRW hat die zögerliche Umsetzung des Schuldenerlasses für säumige GKV-Mitglieder und Nichtversicherte kritisiert. Die Anträge vieler Versicherter würden zu langsam bearbeitet, so die Verbraucherschützer. Dadurch gebe es bei den Betroffenen eine große Unsicherheit. Das eigentliche Ziel des Gesetzes, so die VZ in NRW, Menschen ohne Krankenversicherung und Schuldner wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzuholen, sei verfehlt worden.

 Ein Sprecher des verantwortlichen Bundesgesundheitsministeriums antwortete indes, dass man die endgültigen Zahlen erst abwarten müsse. Diese lägen zu Quartalsende vor. Insgesamt 137.000 Personen können theoretisch durch die Inanspruchnahme der Kulanzregelung  unbürokratisch in die GKV zurückkehren.  Die Verbraucherzentrale in NRW monierte aber, dass viele Betroffene davon nichts gemerkt hätten, weil sie weiterhin Mahnungen von den Kassen erhielten statt Aufklärung über ihre Möglichkeiten.

 Der Schuldenerlass wurde im Sommer 2013 vom Bundestag beschlossen und bot Beitragsschuldnern bis zum 31. Dezember die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag zu stellen.
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