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TTIP & CETA - Unabsehbare Folgen für Gesundheit befürchtet

14.10.2014

Die nichtstaatliche Hilfsorganisation medico international mit Sitz in Frankfurt am Main hat gemeinsam mit der  „People's Health Movement“ die Protestaktionen gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP und CETA unterstützt. Die NGO sieht im Falle der Ratifizierung des Abkommens gravierende Folgen für die Sozial- und Gesundheitssysteme in der EU.  Als Beispiel für mögliche Szenarien verwiesen die Aktivisten auf eine Klage des Tabakkonzerns Philipp Morris gegen Australien. Als der australische Staat vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens warnte, wurde er vor einem Schiedsgericht auf der Grundlage des Hongkonger Freihandelsabkommens durch Philipp Morris verklagt.

Umwelt- und Gesundheitsgefahren am Beispiel Fracking

Medico International befürchtet weitreichende Folgen für den Verbraucherschutz und die Gesundheit in den EU-Staaten. Bislang hätten bilaterale oder regionale Freihandelsabkommen niemals zu einer Stärkung von Gesundheitsrechten geführt, sondern ganz im Gegenteil.
Als wichtiges Beispiel nannten die Experten von medico international das Fracking. Dieses gefährde die Gesundheit der Bevölkerung in der Umgebung der Bohrstellen. Fracking verursache Umwelt- und Wasserverschmutzung und führe zum Verlust von Biodiversität.
Für eine einzige Fracking-Bohrung werden in der Regel bis zu 30 Millionen Liter Wasser verbraucht. Außer dem gelangen pro Förderstelle zwischen 80 und 300 Tonnen krebserregender Substanzen wie Benzol, Toluen, Ethylbenzol und Xylen in die Umwelt.


Politik sollte Vorsorgeprinzip walten lassen


Die Beispiele der bereits bestehenden Freihandelsabkommen würden zeigen, dass diese eine Bedrohung für Wohlstand und Gesundheit der Menschen sowie für die Umwelt darstellten. Medico international befürwortet, dass im Fall von TTIP das Vorsorgeprinzip in der Politik gelten sollte: So lange nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Gesundheit der Menschen dadurch gefährdet werde, dürfe kein Abkommen unterzeichnet werden.

 

 

Eine Million Unterschriften für eine EU-weite Volksabstimmung zu TTIP / CETA

 


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