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Gesundheit

TK: Heller Hautkrebs wird zur Volkskrankheit

Warum und wie man sich schützen sollte
veröffentlicht am 29.08.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Intensive UV-Strahlung der Sonne erzeugt Hautkrebs Intensive UV-Strahlung der Sonne erzeugt Hautkrebs(c) Jorg Trampert / pixelio.de
Die Zahlen von  Erkrankungen mit weißem Hautkrebs haben sich dramatisch erhöht. Der aktuelle Hautkrebsreport der Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet eine Zunahme um 50 Prozent zwischen 2009 und 2015. Besonders betroffen sind Männer und ältere Menschen.

2019-08-29T15:01:00+00:00
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Männer und Ältere stärker betroffen

Eine Auswertung aktueller Daten von Versicherten der TK ergab, dass wesentlich mehr Männer an weißem Hautkrebs erkranken als andere Teile der Bevölkerung. Die Rate steigt zudem mit zunehmendem Lebensalter stark an. Auch regionale Unterscheide wurden von der TK festgestellt. So waren Versicherte in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern am stärksten betroffen.

Der weiße Hautkrebs sei zwar weniger gefährlich und aggressiv wie der schwarze ( malignes Melanom ). Dennoch  sei es auch bei dieser Variante des Krebses wichtig, diesen frühzeitig erkennen und diagnostizieren zu können, betont Tim Steimle, der Leiter der TK-Arzneimittelversorgung. Denn auch der helle Hautkrebs könne in seltenen Fällen Metastasen bilden.

Die Haut vergisst nicht

Der beste Schutz vor Hautkrebs ist ein bewusstes Verhalten im Umgang mit der Sonne. „Die Haut vergisst nicht“ so Steimle weiter. „Wir haben je nach Hauttyp ein größeres oder kleineres Sonnenkonto - und das ist irgendwann einfach voll."  Besonders gefährdet sind Menschen, die sich beruflich viel im Freien aufhalten. Dazu gehören Menschen, die im Baugewerbe, in der Landwirtschaft oder im Freibad tätig sind. Der helle Hautkrebs wird deshalb seit 2015 auch als Berufskrankheit anerkannt.

Hautscreening für TK-Versicherte schon ab 20 Jahren  

Die ersten Anzeichen einer möglichen Erkrankung mit hellem Hautkrebses sind kleinere, helle Flecken auf der Haut. Bei Verdacht hat sollte man frühzeitig einen Hausarzt oder Dermatologen konsultieren.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening. Diese gesetzliche Kassenleistung werde bislang aber nur von 20 Prozent der berechtigten TK-Versicherten wahrgenommen – deutlich zu wenig.  "Wir raten den Versicherten, den Anspruch auf das kostenlose Hautscreening wahrzunehmen, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen", so Steimle. Bei der TK gilt der Anspruch auf Hautscreening bereits ab einem Alter von 20 Jahren, unter bestimmten Voraussetzungen sogar schon ab 15 Jahren.


Krankenkassentest Hautkrebsvorsorge - Welche Kassen bieten Zusatzleistungen beim Hautkrebs-Screening?


 

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