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Tausende TK-Versicherte meldeten Verdacht auf Behandlungsfehler

07.02.2017


Immer mehr TK-Versicherte wenden sich bei vermuteten ärztlichen Behandlungsfehlern mit Bitte um Unterstützung an ihre Krankenkasse. Das geht aus aktuellen Fallzahlen hervor, die die Techniker Krankenkasse veröffentlicht hat.

Zahlen um ein Viertel gestiegen

Demnach wurden im vergangenen Jahr 4.400  Fälle bei den zuständigen TK-Stellen angezeigt, was einem Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zu 2015 entspricht. In knapp 1.500 Fällen wurde von der Techniker Krankenkasse daraufhin ein Gutachten in Auftrag gegeben. In den anderen Fällen hätte nach Einschätzung der TK keine Aussicht auf Erfolg bestanden.


Welche Kassen bieten Unterstützung bei vermuteten Behandlungsfehlern? >> Zur Liste

Die meisten der gemeldeten Verdachtsfälle bezogen sich auf chirurgische Behandlungen. Ebenfalls stark vertreten waren Beanstandungen von Zahnbehandlungen sowie orthopädischen Behandlungen. Die TK forderte im vergangenen Jahr nach entsprechender Prüfung durch Gutachter die Behandlungskosten in Höhe von 14 Millionen Euro zurück.

 

Keine Rückschlüsse auf Behandlungsqualität

Die gestiegene Zahl an Meldungen gebe keinen Hinweis über die Entwicklung der absoluten Fallzahlen von Behandlungsfehlern, wie ein Medizinrechts-Experte der TK im Ärzteblatt betonte.  
Diese Ansicht wird durch einen Bericht der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz bestätigt, wonach es 2016 erneut knapp 500 Fallmeldungen gegeben habe – ohne signifikante Veränderungen zum Vorjahr.

Vielmehr würden die Versicherten verstärkt von ihrem Recht Gebrauch machen, sich bei vermuteten Behandlungsfehlern vertrauensvoll an ihre Krankenkasse zu wenden.

 

 

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

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