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Syphilis, Hepatitis & Co. - Geschlechtskrankheiten nehmen bundesweit zu

22.07.2013

Sexuell übertragbare Krankheiten ( STI ) sind statistisch in Deutschland wieder auf dem Vormarsch.
Das gab der Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, Prof. Norbert Brockmeyer, bekannt.
 
Im Jahr 2013 habe es bundesweit mehr Fälle von Syphilis-Infektionen als es 2001 neue HIV-Infektionen gab. Weil die anderen Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe, Chlamydien  oder Genitalherpes nicht meldepflichtig sind, fehlen verlässliche Zahlen.

Experten wie Brockmeyer gehen aber von stark steigenden Fallzahlen auch unter jungen Leuten  aus und machen dafür ein verändertes Sexualverhalten zum Teil verantwortlich. Die offensiv propagierten Schutzmaßnahmen gegen AIDS greifen bei den anderen sexuell übertragbaren Krankheiten nicht so wirksam. Beispielsweise könnten diese auch schon durch Oralverkehr übertragen werden.

Wirksamer Impfschutz nur gegen Hepatitis B möglich

Einen wirksamen Impfschutz gegen Geschlechtskrankheiten gibt es derzeit nur gegen Hepatitis B. Daher ist eine verstärkte Präventionsarbeit nötig, um ein Bewusstsein für die gefahren sexuell übertragbarer Krankheiten zu stärken.

 

Die Kosten für eine Reiseschutzimpfung gegen Hepatitis B übernehmen viele Betriebskrankenkassen, die Knappschaft , einige Ersatzkassen wie die Techniker Krankenkasse , HEK und KKH sowie die IKK gesund Plus , die IKK Nord oder die IKK Berlin Brandenburg . Dagegen wird diese Impfung von keiner einzigen AOK übernommen. 

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