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Medikamente

Studien belegen: Cannabis wirksam im Kampf gegen Krebs

Neueste Forschungsergebnisse belegen hohes Heilungspotenzial von medizinischem Hanf
veröffentlicht am 09.04.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Cannabis kommt bei Krebstherapien vor allem aufgrund seiner schmerzlindernden und apetitanregenden Eigenschaften zum Einsatz. Neuere Studien stellten allerdings weitere Anwendungsbereiche in Aussicht. Heute ist klar, dass Cannabis unter anderem Krebszellen abtötet.

2018-04-09T08:16:00+02:00
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Im Sommer 2015 bestätigte das US-Gesundheitsministerium, dass Cannabis Krebspatienten nicht nur Linderung verschaffen, sondern auch aktiv bei der Bekämpfung von Krebs eingesetzt werden kann. Grundlage für diese offizielle Bestätigung sind Studien, die belegen, dass die Pflanze Krebszellen abtötet. Erfolgversprechende Ergebnisse lieferten die Studien bei Brust- und Leberkrebs.
 

Legalisierung auch in Deutschland

Seit 2014 ist Cannabis im US-Bundesstaat Washington frei erhältlich und wird dort von vielen Krebspatienten konsumiert. In 29 der 50 Bundesstaaten ist der Einsatz der Pflanze als Arzneimittel mittlerweile legal. Seit März 2017 ist sie nun auch in Deutschland auf Rezept in der Apotheke erhältlich. Hier geht es vor allem um die schmerzlindernde Wirkung des Heilmittels. Insbesondere Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, wird Cannabis empfohlen. Sofern ihnen nicht auf anderen Wegen geholfen werden kann, übernehmen die Krankenkassen hierzulande die Kosten für das Arzneimittel.
 

Einsatz von Cannabis auch bei anderen Krankheiten möglich

Die Pflanze wirkt entzündungshemmend und kann für die Entspannung von Muskeln bei Krämpfen sorgen. Aus diesem Grund gilt sie als hilfreiches Medikament für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) und anderen Nervenerkrankungen.
Die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis konnte außerdem bei der Stoffwechselstörung Kachexie, in Schmerztherapien sowie bei Übelkeit und Erbrechen nachgewiesen werden.
Mittlerweile kommt das Mittel unter anderem auch bei psychischen Erkrankungen wie Depression und Angststörungen, Schlafstörungen, Epilepsie, Autoimmunerkrankungen und entzündlichen Schmerzsyndromen zum Einsatz.  

 

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