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Sterilisation bei Männern – Kostenübernahme durch die Krankenkasse nur im Ausnahmefall

09.04.2014
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Sterilisation bei Männern nur dann, wenn dadurch schwere Gesundheitsschäden bei Schwangeren verhindert werden kann.
Ein eventueller Leistungsanspruch besteht aber nur in wenigen medizinischen Ausnahmefällen, zu denen beispielsweise Erbgutschäden nicht hinzugerechnet werden.
 
In einem aktuellen Urteilsspruch des Landessozialgerichtes in Celle lehnten die Richter die Klage eines Mittvierigers, der wegen Medikamenteneinnahme Veränderungen seines Erbgutes befürchtet und deswegen eine Sterilisation durchführen lassen möchte. Sowohl die Krankenkasse als auch die eingeschalteten Gerichte lehnten die Kostenübernahme ab.
 
Die Ablehnung der Klage und der Berufung wurde damit begründet, dass der Kläger in der Lage sei, „physisch andere Verhütungsmethoden anzuwenden.“ Für eine akute Gesundheitsgefährdung der Partnerin gebe es keinen Anlass. Außerdem führe eine Sterilisation nicht zur Beseitigung oder Linderung einer Krankheit, weshalb die Kriterien für eine GKV-Kostenübernahme nach § 24b SGB V nicht gegeben seien.

Die Richter am LSG beriefen sich in ihrer Argumentation ebenfalls auf einen Urteilsspruch des Bundessozialgerichtes aus dem Jahre 2010.  


(AZ: L 4 KR 184/11)