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„Sterbehilfe-Debatte greift zu kurz“ - Krankenkasse für mehr Palliativmedizin und Hospizarbeit

13.11.2014

 Die Schwenninger Krankenkasse hat sich aus Anlass der Diskussion im Bundestag zum Thema Sterbehilfe zu Wort gemeldet. Die laufende Debatte greife bislang zu kurz, äußerte Siegfried Gänsler, Vorstandsvorsitzender der bundesweit geöffneten süddeutschen Krankenkasse. Es dürfe in dieser Diskussion nicht nur um Sterbehilfe allein gehen. Vielmehr gelte es, die gesamte letzte Lebensphase des Menschen in den Blick zu nehmen und dabei vor allem die Themen Palliativmedizin und Hospizbegleitung in den Mittelpunkt zu rücken.

Tod ist immer noch ein Tabu

Für viele Menschen sei das Thema insgesamt ein Tabu, woran auch die aktuelle Sterbehilfe-Debatte nichts ändere. Dies habe eine aktuelle Umfrage der  Schwenninger Krankenkasse unter 1.000 Bundesbürgern ergeben. Ein drittel der Männer und ein Viertel aller Frauen lehne es ab, sich überhaupt mit dem Thema Tod zu beschäftigen. 80 Prozent aller Befragten fühlten sich insgesamt zu wenig informiert. Der Begriff „Palliativmedizin“ sei immerhin 25 Prozent aller Deutschen überhaupt nicht bekannt.

Palliativmedizin und Hospizarbeit sind das Gebot der Stunde

Dabei verzeichne die Medizin gerade in diesem Bereich wichtige Fortschritte. Schmerzen könnten gelindert und die Lebensqualität von Todkranken deutlich verbessert werden.
Von der Politik wünsche sich Gänsler parallel zu einem Sterbehilfe-Paragrafen auch ein Hospizgesetz . Denn bei zu erwartenden 3,5 Millionen pflegebedürftigen Menschen in naher Zukunft sei der Ausbau palliativer Angebote und eine Stärkung der Hospizarbeit das Gebot der Stunde.



 

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