Hauptregion der Seite anspringen
HIV

Spahn: Truvada soll Kassenleistung werden

Kostenübernahme für HIV-Prophylaxe geplant
veröffentlicht am 31.07.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

HIV-Prophylaxe (PrEP) - TruvadaHIV-Prophylaxe (PrEP) - Truvada(c) fotolia.de / zerbor
Die vorbeugende Anti HIV-Pille „Truvada“ soll schon bald von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Das hat  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unmittelbar vor dem diesjährigen AIDS-Kongress angekündigt.

2018-07-31T11:09:00+00:00
Werbung

Gegenüber der Ärztezeitung äußerte Spahn, dass er dafür sorgen wolle, dass „Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko einen gesetzlichen Anspruch auf ärztliche Beratung, Untersuchung und Arzneimittel“ bekämen.

Breite politische Zustimmung für Spahn

Eine Aufnahme der HIV-Prophylaxe (PrEP) in den Leistungskatalog der GKV soll bereits im Juli in die Wege geleitet worden sein.  Der Vorstoß des Ministers wurde sowohl vom Koalitionspartner als auch von der Opposition wohlwollend aufgenommen.  SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kündigte an, dass seine Partei den Vorschlag voll mittragen werde.

HIV-Prophylaxe Truvada schon bald erschwinglich

Bislang liegen die Kosten für die Wirkstoffverschreibung in Deutschland bei 50 – 70 Euro im Monat. Circa 5.000 Menschen lassen sich das Medikament per Privatrezept verschreiben. Häufig würden günstigere Packungen aus dem Ausland bezogen. Bei einer Kostenübernahme der Krankenkassen wäre die Prophylaxe inklusive ärztlicher Begleitung für die breite Bevölkerung finanzierbar.
 
Die Kostenübernahmeregelung soll für bestimmte Risikogruppen gelten. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geht von ungefähr 10.000 Menschen aus.

 

Weiterführende Artikel:

 

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5

4596 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.

Kategorien