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Übergewicht

Spahn: Fettabsaugung soll von Krankenkassen bezahlt werden

Minister für schnelle Neuregelgung
veröffentlicht am 14.01.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

FettabsaugungFettabsaugung@pixelio.de / Markus Hein
Krankhaftes Übergewicht ist eine Volkskrankheit. Millionen Menschen leiden an spezifischen Stoffwechselstörungen, die zu unnatürlichen Fettablagerungen führen – oft mit schweren psychischen und körperlichen Folgen. Jens Spahn (CDU) will Fettabsaugung nun zur Kassenleistung machen.

2019-01-14T14:49:00+00:00
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Krankhaftes Übergewicht ist eine Volkskrankheit. Millionen Menschen leiden an spezifischen Stoffwechselstörungen, die zu unnatürlichen Fettablagerungen führen – oft mit schweren psychischen und körperlichen Folgen.

Fettabsaugen gilt als Schönheits-OP

Operative Entfernungen von Körperfett ( Liposuktion) gilt bislang als reine kosmetische Schönheitsbehandlung und ist entsprechend nur als teure Privatleistung zu haben – mit wenigen medizinischen Ausnahmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich nun in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) für eine generelle Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ausgesprochen. Dafür will der Minister eine Rechtsverordnung auf den Weg bringen, um eine schnelle unbürokratische Regelung ohne den  Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu ermöglichen.

Kritik aus den eigenen Reihen

Eine operative Fettabsaugung kostet je nach Klinik und Fallschwere pro Patient zwischen 1000 und 7000 Euro. Eine Kostenübernahme ist bislang in medizinisch begründeten Einzelfällen möglich. Immer wieder werden langatmige Klagen von Betroffenen gegen die Krankenkassen geführt, um eine Kostenübernahme zu erstreiten. Bislang ist dies nur möglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass alle anderen Behandlungsmaßnahmen wie Lymphdrainagen oder Kompressionstrümpfe nicht mehr helfen.

Von Seiten der Regierungskoalition erntete der Minister Kritik für seinen politischen Vorstoß, der auch als pauschale Zusage verstanden werden könne. 

 

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