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Selbsthilfegruppen oft wichtiger als Ärzte und Psychologen

11.08.2016

Selbsthilfegruppen

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Die 100.000 in der Bundesrepublik existierenden gesundheitlichen Selbsthilfegruppen haben für knapp die Hälfte aller Deutschen einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem für Menschen mit  psychischen Erkrankungen wie Depression oder auch für Krebspatienten ist die Selbsthilfegruppe manchmal so wichtig wie die Betreuung beim Arzt oder Psychologen. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK Gesundheit unter 1000 Personen in Deutschland ergeben.      

"Vierte Säule des Gesundheitssystems"

Zwar sind Ärzte bei schweren Krankheiten unangefochten die wichtigsten Ansprechpartner für Betroffene. Die Selbsthilfegruppen jedoch folgen in der Wichtigkeit laut der Umfrage aber bereits knapp nach der Familie an dritter Stelle. Für DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz sind Selbsthilfegruppen die „vierte Säule im deutschen Gesundheitswesen, neben der ambulanten und stationären Behandlung sowie den Rehabilitationsmaßnahmen.“ Es ist vor allem die Begegnung und der Austausch mit weiteren Betroffenen, die diese Form der Hilfe so wertvoll für die Menschen macht. Dies gilt laut Umfrageergebnis für Frauen und Männer gleichermaßen.

Krankenkassen unterstützen und fördern Selbsthilfegruppen

Die gesetzlichen Krankenkassen sind per Gesetz zur Förderung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen verpflichtet. Allein die DAK-Gesundheit gibt derzeit jedes Jahr knapp 6,5 Millionen Euro für die Unterstützung der Selbsthilfearbeit aus. Auf der Website der drittgrößten deutschen Krankenkasse finden Interessenten unter www.dak.de/selbsthilfe Informationen zum Thema.

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