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Schätzerkreis legt Durchschnitt für Zusatzbeitrag 2015 fest

16.10.2014

 Der zuständige Schätzerkreis hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2015 mit 0,9 Prozent beziffert. Das bedeutet, dass die Beitragssenkung von derzeit 15,5 auf 14,6 Prozent zum Jahreswechsel durch die Zusatzbeiträge egalisiert werden dürfte. Wie hoch die einzelnen Zusatzbeiträge tatsächlich ausfallen werden, steht erst am Jahresende fest, wenn die Kassen ihre individuellen Festlegungen dazu bekannt geben werden. Bei einem errechneten Durchschnitt von 0,9 Prozent ist sowohl mit Entlastungen der Versicherten als auch mit erhöhten Beitragssätzen zu rechnen. 
  

Zusatzbeiträge kommen mit Start der Reform am 1. Januar

Durch die am 1. Januar 2015 in Kraft tretende Reform erhalten die Kassen erstmals seit 2009 wieder die Möglichkeit, über ihren Beitragssatz zumindest anteilig zu entscheiden. Bislang haben mehr als zwanzig Krankenkassen angekündigt, dass sie den Zusatzbeitrag geringer als 0,9 Prozent ausfallen lassen werden und daher günstiger werden als heute. Einige ganz wenige Kassen hatten sogar in Aussicht gestellt, auf einen Zusatzbeitrag ganz verzichten zu wollen. In diesem Fall würden deren Versicherte mit Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr begünstigt werden.   
 

Flächendeckende Einführung erwartet

Wie hoch der prozentuale Zusatzbeitrag ausfällt, richtet sich danach, wie wirtschaftlich eine Krankenkasse arbeiten kann und ob sie über genügend finanzielle Reserven verfügt. Zusatzbeiträge sind die einzige Möglichkeit für die Kassen, Lücken in der Finanzierung schließen zu können. Die GKV-Spitzenverbandschefin Pfeiffer geht davon aus, dass in naher Zukunft alle Kassen einen Zusatzbeitrag nehmen müssen.



Bildquelle oben: Coloures-pic - Fotolia.com
 

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