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Finanzen

Rücklagen von 21 Milliarden Euro bei den Krankenkassen

Spahn fordert weitere Senkung der Zusatzbeiträge
veröffentlicht am 06.12.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Rücklagen der KrankenkassenRücklagen der Krankenkassen(c) bbroianigo / pixelio.de
Die finanziellen Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Quartal weiter angestiegen und belaufen sich mittlerweile bei 21 Milliarden Euro. Der in den vergangenen drei Quartalen erzielte Überschuss von mehr als 1,8 Milliarden Euro hat sich im Vergleich zur Jahresmitte mehr als verdoppelt.

2018-12-06T12:09:00+00:00
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Allein bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sei seit Januar wischen Einnahmen und Ausgaben eine Differenz von mehr als 900 Millionen Euro entstanden. Das  Bundesgesundheitsministerium bestätigte am 5. Dezember einen entsprechenden Medienbericht und wies darauf hin, dass das momentane Finanzpolster dem Vierfachen der gesetzlichen Mindestreserve entspreche.   

Kassen sollen Versicherte entlasten

Auf jedes beitragzahlende Mitgleid der gesetzlichen Krankenversicherung kommen somit 368 Euro an Rücklagen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte nach der Veröffentlichung der Zahlen, es sei „richtig, die Krankenkassen zum Abbau ihrer Rücklagen zu zwingen.“ Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Rentner müssten endlich an den Überschüssen beteiligt werden, so der Minister. Spahn forderte für 2019 die Kassen auf, alle Spielräume zu nutzen, um ihre Zusatzbeiträge zu senken.

Erste Senkungen beim Zusatzbeitrag 2019

Bislang haben drei Krankenkassen eine Senkung des Zusatzbeitrags für 2019 bekannt gegeben. Dazu zählen die AOK Rheinland / Hamburg, die AOK Bremen / Bremerhaven und die BKK firmus. Zwei weitere Krankenkassen, die TK und die VIACTIV, stellten eine Senkung in Aussicht. In den kommenden Tagen bis zum Jahresende werden alle Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag festlegen und bekannt geben.


Wie hoch ist der Zusatzbeitrag der Krankenkassen 2019?


 

 

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