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Reiseschutzimpfung: Politischer Streit um Kostenübernahme der Krankenkassen

21.04.2017

Reiseschutzimpfung

Wer privat ins Ausland verreisen möchte, muss die nötigen Reiseschutzimpfungen laut GKV-Leistungskatalog aus der eigenen Tasche bezahlen. Imfschutz für Auslandsreisen gehört nur bei beruflichen Reisegründen zum festgelegten Portfolio der Kassen. Viele Krankenkasse übernehmen aber im Rahmen einer Zusatzleistung auch bei Privatauslandsreisen die Kosten für bestimmte Schutzimpfungen wie zum Beispiel gegen Hepatitis, Cholera, Typhus oder Gelbfieber.

Politischer Druck gegen Krankenkassen

Das soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) auch so bleiben, obwohl der politische Druck gegen diese Satzungsleistung gewachsen ist. So wurde der Minister laut dem Nachrichtenmagazin „Focus“ vom Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages aufgefordert,  gegen die Genehmigung dieser Leistung vorzugehen.
Gröhe lehnte dies sachlich und entscheiden ab. In einem entsprechenden Antwortschreiben des BMG an das Bundesversicherungsamt und die Landesregierungen heißt es, dass für ein derartiges Einwirken „keine Rechtsgrundlage“ bestehe.


Reiseschutzimpfung für private Auslandsaufenthalte und Urlaub: >> Welche Krankenkasse übernimmt wie viel?

Nur jede zweite Kasse übernimmt die Impfungen komplett

Derzeit bieten mehr als 80 Krankenkassen die Kostenübernahme als Zusatzleistung an – jedoch mit großen Unterschieden. Während manche Kassen die Anzahl der potenziell bewilligten Impfungen beschränken, übernehmen andere die Kosten generell nur zu einem bestimmten Prozentsatz.
Einige Kassen beschränken den jährlich möglichen Zuschussbetrag auf eine Summe zwischen 50 und 150 Euro. Circa 40 Krankenkassen übernehmen bei privaten Reisen ins Ausland alle von der STIKO am Robert-Koch-Institut empfohlenen Reiseschutzimpfungen auch zu 100 Prozent ohne weitere Einschränkungen.

 

 

Foto: Andreas Morlok / Pixlio.de

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