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Reiseimpfungen: Wann zahlt die Krankenkasse?

06.07.2015

Während Impfgegner – neustes prominentes Beispiel ist der Schauspieler Jim Carrey -  immer wieder auf mögliche Nebenwirkungen hinweisen, sehen viele deutsche Gesundheitsexperten den Herdenschutz in Gefahr. Nicht nur Eltern müssen sich besonders mit Impfungen auseinandersetzen – auch wer ins Ausland verreist, sollte prüfen ob Impfungen notwendig oder gar Pflicht am entsprechenden Ziel sind.

Abhängig wohin die Reise gehen soll, sind verschiedene Impfungen ratsam. In andere Staaten wird die Einreise ohne entsprechende Impfungen von vorn herein verweigert. Beispielsweise ist die Geldfieberimpfung bei Reisen in viele Länder des afrikanischen Kontinents (u.a. Tansania, Malawi, Kenia), des Nahen Ostens (u.a Syrien, Jordanien, Saudi-Arabien) und Südamerikas (u.a. Argentinien, Brasilien) Einreisebedingung.

Welche Impfungen werden bei Reisen ins Ausland übernommen?

Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten Impfungen und Malariaprophylaxe für den privaten Auslandsurlaub, da mögliche Erkrankungen des Versicherten oftmals viel höhere Kosten verursachen würden, als die Impfung für die Reise. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte bei seinem Versicherer anfragen, welche Impfungen übernommen werden und ob eine Abrechnung über die Gesundheitskarte möglich ist, beziehungsweise die Rechnungen bei der Krankenkasse eingereicht werden können.

Welche Reiseschutzimpfungen übernimmt Ihre Krankenkasse ? Aktuelle Liste  >> HIER


Auch Privatversicherte erhalten Erstattung

Private Versicherer erstatten ebenfalls Reiseimpfungen, wenn diese von der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts in Berlin empfohlen werden. Dies gilt für Kinder bis einschließlich 15 Jahren und für allgemeine Schutzimpfungen für Erwachsene. Das bedeutet, Reiseimpfungen werden nur dann übernommen, wenn der jeweilige Tarif solche Explizit abdeckt. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen ist daher unbedingt empfehlenswert, denn auch wenn der Tarif die Impfungen abdeckt, kann eventuell auf einen vorhandenen Selbstbehalt verwiesen sein.

Gegen Malaria, welche in vielen Ländern droht, gibt es bisher keine wirksame Impfung. Eine Prophylaxe durch die Einnahme von Chloroquin oder anderer Tabletten ist aktuell die einzige Möglichkeit für den Reisenden sich zu schützen. Hier sollte eine mögliche Kostenerstattung durch die Krankenkasse abgestimmt werden.