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Prognose für Zusatzbeitrag 2017: Beitrag bleibt im Schnitt konstant

14.10.2016

Prognose: Zusatzbeitrag 2017 bleibt konstant

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen soll nach neuesten Schätzungen im Wahljahr 2017 keine nennenswerten Sprünge nach oben vollziehen. Der so genannte Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt geht nun von einer Konstanz auf dem jetzigen Niveau aus. Derzeit erheben die Krankenkassen im Schnitt einen zusätzlichen Beitrag von 1,1 Prozent vom Bruttoeinkommen der Mitglieder. Die Spanne von Kasse zu Kasse bewegt sich dabei von Null bis maximal 1,9 Prozent.

Prognose vom Schätzerkreis korrigiert

Noch zur Jahresmitte hatte der Schätzerkreis einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Dies hatte unter anderem zu einem Sonderzuschuss aus Steuermitteln in Milliardenhöhe für den Gesundheitsfonds geführt. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) war Mitte Juli noch von einem Anstieg von durchschnittlich 0,3 Prozentpunkten ausgegangen. Nachdem die Reserven der Krankenkassen nicht zuletzt durch die Milliardenspritze vom Bund auf zehn Milliarden Euro angewachsen sind, hat das Expertengremium seine Prognose nun korrigiert.

Zusatzbeitrag 2017 deckt Finanzierunglücke von 15 Mrd. Euro

Gleichzeitig ist allen Beteiligten klar, dass es sich nur um eine vorübergehende Stabilierung des Beitrags handeln wird. Der Kostendruck auf die Kassen steige trotz Rekordeinnahmen durch die gute Konjunktur. Für das Jahr 2017 werden Beitragseinnahmen von mehr als 200 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds erwartet. Zusätzlich gibt der Bund noch einmal 14,5 Milliarden Euro hinzu. Die geschätzten Ausgaben belaufen sich auf knapp 230 Milliarden Euro. Die Zusatzbeiträge der Versicherten werden die fehlenden Milliarden, die für eine ausgeglichene Bilanz nötig sind, beisteuern.

 

Foto: (c) fotolia.com / S.Setareh

 

Weitere Infos unter www.zusatzbeitrag-2017.de