Werbung

PKV: Welle von Beitragserhöhungen angekündigt

06.10.2016

PKV Beiträge 2017 steigen stark an

Die privaten Krankenkassen erhöhen zum Jahreswechsel zum Teil massiv die monatlichen Beitragsprämien. In der Spitze sind laut Medienberichten Steigerungen um mehr als zehn Prozent möglich. Zuvor hatte der PKV-Verband bereits offiziell  „außergewöhnliche Beitragsveränderungen“ angekündigt. Diese werden Anfang November von den einzelnen Gesellschaften bekannt gegeben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezifferte den monatlichen Beitragsanstieg auf 50 Euro.

Zinskrise verantwortlich für Beitragssprung

Die andauernden Niedrigzinsen machen den privaten Versicherungsgesellschaften schwer zu schaffen. Denn deren Beitragskalkulationen beruhen bislang allesamt auf der theoretischen Möglichkeit, Zinsen am Kapitalmarkt zu erhalten. Weil die Versicherer einen beachtlichen Teil der Beitragsgelder als Alterungsrückstellung zurückstellen müssen, sind sie gezwungen, diese Spareinlagen langfristig durch Zinsen vor Inflation zu schützen. Genau dieses etablierte Modell aber gerät bei dauerhafter Nullzinspolitik aber ins Wanken. In der Konsequenz drehen sie an der Beitragsschraube – zu Lasten der Versicherten. „Was am Kapitalmarkt nicht zu erwirtschaften ist, muss durch eine Erhöhung der Vorsorge ausgeglichen werden“, lautet also die logische Konsequenz in der Sprache des PKV-Verbandes.

Millionen Versicherte betroffen

Insgesamt gibt es derzeit etwa neuen Millionen Privatversicherte in Deutschland. Die Hälfte davon gehören der Berufsgruppe der Beamten an.  
Ein Wechsel aus der PKV zurück in die GKV ist für Arbeitnehmer unter 55 Jahren möglich, wenn deren Bruttoeinkommen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze fällt.

 

(c) Foto: Konstantin Gastmann / Pixelio.de