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Neuer Jahresbericht der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) erschienen

04.07.2014

 Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat ihren aktuellen Jahresbericht zu Problemen im Gesundheitswesen veröffentlicht. Für den Bericht unter dem Titel "Monitor Patientenberatung 2014" wurden 80.000 Beratungsgespräche ausgewertet.

Was zahlt meine Krankenkasse und was muss ich bei Ablehnung tun ?

Zumeist ging es dabei um Leistungen der Krankenkassen oder finanzielle Forderungen.
Die Ergebnisse der Studie wurden den Patientenbeauftragten des Bundes, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, übergeben. Die häufigste Frage, mit der Patienten an den unabhängigen Beratungsdienst herantraten, war der Wunsch nach Informationen zu Kassenleistungen und Handlungsoptionen bei Ablehnung. Konkret waren der Anspruch auf Krankengeld und die stationäre Reha bei psychischen Krankheiten die Themen, zu denen die meisten Beratungssitzungen stattfanden.

Patientenrechte, Abrechnungen und Behandlungsfehler

An zweiter Stelle bei der Häufigkeit standen  Anfragen zu den Patientenrechten, was laut Einschätzung der UPD mit dem Inkrafttreten des neuen  Patientenrechtegesetzes 2013 im Zusammenhang stehen könnte. Hier bewegten die Patienten Fragen wie die nach der Einsehbarkeit der Krankenakte, nach der ärztlichen Zweitmeinung oder der ärztlichen Aufklärungspflicht.
Auf dem dritten Rang nach der Zahl der Anfragen standen die verschiedenen Aspekte von Geldforderungen und Abrechnungen wie z.B. im Zusammenhang mit IgeL-leistungen oder zahnärztlichen Mehrkostenvereinbarungen. Insgesamt am meisten Patientenbeschwerden gab es zu vermuteten ärztlichen Behandlungsfehlern.

UPD: Patienten im System immer mehr überfordert

Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler, Geschäftsführer der UPD, kommentierte die Ergebnisse mit dem Statement, dass sich die Patienten immer mehr allein gelassen fühlen und Angst haben. Das Gesundheitssystem könne „überforderte Patienten immer weniger unterstützen“, so der UPD-Chef.  
Staatssekretär Karl-Josef Laumann sieht nun Handlungsbedarf bei der Politik. Bei den Prüfungen von Behandlungsfehlern solle überlegt werden, „ob man die Verfahren nicht beschleunigen kann, damit die Menschen schneller zu ihrem Recht kommen.", so Laumann.


Jahresbericht "Monitor Patientenberatung 2014" - >> download (pdf) <<

 

Die Unabhängige Patientenberatung ( UPD ) ist von Sozial- und Patientenverbänden sowie der Verbraucherzentrale gegründete Institution, die neutral, unabhängig und kostenfrei die Versicherten zu Fragen des Gesundheitswesens berät.
 
Das bundesweite Beratungstelefon ist kostenlos im Festnetz erreichbar  unter: 



0800 / 0 11 77 22 (Deutsch)

0800 / 0 11 77 23 (Türkisch)


0800 / 0 11 77 24 (Russisch)