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Neue Zusatzbeiträge ab 2015 – Krankenkassenreform im Bundestag beschlossen

10.06.2014 Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen der Großen Koalition am 5. Juni 2014 das  Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG) beschlossen. Damit ist der parlamentarische Weg für die Finanzreform der Krankenkassen frei, so dass die Reform wie geplant am 1. Januar 2015 in Kraft treten kann. Wichtigste Reformpunkte sind die Wiedereinführung kassenindividueller Beitragssätze und die Abschaffung pauschaler Zusatzbeiträge.

Allgemeiner Beitragssatz wird auf 14,6 Prozent abgesenkt

 Durch die Abschaffung des Sonderbeitrages von 0,9 Prozent sinkt der allgemeine Beitragssatz von 15,5 auf 14,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag je zur Hälfte mit einem Anteil von 7,3 Prozent. Gleichzeitig wird der Arbeitgeberanteil festgeschrieben. Bei dem neuen allgemeinen Beitragssatz handelt es sich nicht mehr um einen Einheitsbetrag, denn jede Krankenkasse kann darüber hinaus Zusatzbeiträge erheben, die ebenfalls prozentual vom Einkommen des Versicherten berechnet und abgeführt werden.  

Zusatzbeiträge ohne Sozialausgleich zu Lasten der Versicherten

Für viele Versicherte wird die Krankenkasse zunächst günstiger, wenn diese auf einen Zusatzbeitrag verzichtet oder diesen geringer als 0,9 ansetzt. Da die Kassen angehalten sind, ihren Finanzbedarf über einkommensabhängige Zusatzbeiträge abzusichern, wird es schon 2015 neue Zusatzbeiträge für Millionen Versicherte geben. Experten rechnen ab 2016 mit flächendeckenden Zusatzbeiträgen bei den Krankenkassen.

Krankenkassenwechsel wird wieder attraktiver

Durch die Abschaffung des Einheitsbeitrages wird es von Kasse zu Kasse auch wieder Unterschiede beim Beitragssatz geben, die auf das Jahr hoch gerechnet mehrere hundert Euro ausmachen können.
Die Krankenkassen werden durch das Gesetz verpflichtet, die Versicherten rechtzeitig per Brief über die Einführung oder Anhebung eines Zusatzbeitrages zu informieren und auf die Möglichkeit des Wechsels hinzuweisen. Schon im April 2014 haben einige Krankenkassen konkrete Angaben zur Höhe des neuen Zusatzbeitrages gemacht.


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