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Medikamente

Nach Glukose-Todesfällen: Apothekenschließungen in Köln

veröffentlicht am 26.09.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

ApothekeApotheke(c) Lupo / pixelio.de
Nach zwei Todesfällen durch eine vergiftete Arznei wurde in Köln eine behördliche Schließung von drei Apotheken angeordnet. In der von der Lösung hatte sich ein hoch dosiertes Narkotikum befunden, welches zum Tod einer jungen Schwangeren und ihres ungeborenen Kindes durch Organversagen geführt hatte.

2019-09-26T15:42:00+00:00
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Die Staatsanwaltschaft geht von einem Anfangsverdacht auf ein Tötungsdelikt aus. Die Ermittlungsbehörden befragen Mitarbeiter der Apotheke und Kunden, denen das Glukosepräparat ebenfalls verschrieben wurde.

Schließung um weitere Gefahr zu vermeiden

Die angeordnete vorübergehende Schließung sei laut Bezirksregierung zum „vorbeugenden Schutz der Bürger“ angeordnet worden. Ein Sprecher des zuständigen Ministeriums gab zu Protokoll, dass bislang nicht bekannt wurde, „wer die Verantwortung für die Geschehnisse trägt.“

Solange sich daran nichts ändert, müssten alle Apotheken des Inhabers geschlossen bleiben.

Unfall oder Verbrechen?

Bislang gebe es auch noch keine gesicherten Erkenntnisse, inwieweit es sich um eine absichtliche Vergiftung gehandelt haben könnte. Eine Gefährdung weitere Kunden müsse daher unbedingt ausgeschlossen werden.

 

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