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Mutterschaftsgeld bald auch für selbstständige Frauen in der PKV?

13.09.2016

(c) www.helenesouza.com / pixelio.de | Die Bundesregierung plant eine Verbesserung der sozialen Absicherung von selbstständig arbeitenden Frauen, die in der PKV versichert sind. Laut Medienberichten soll das Mutterschaftsgeld zukünftig für diese Versichertengruppe gezahlt werden.  

Leistungspflicht für private Krankenkassen

Die Initiative dazu geht auf die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, zurück, die sich ob einer baldigen Gesetzesanpassung zuversichtlich zeigte. Die privaten Krankenversicherer sollen demnach durch eine Anpassung des Versicherungsvertragsgesetzes dazu verpflichtet werden, auch selbstständigen Frauen Mutterschaftsgeld zu gewähren. Bislang erhalten in der PKV diese Leistungen nur angestellte Arbeitnehmerinnen, deren Arbeitgeber wiederum einen Zuschuss zu leisten haben, der den Verdienstausfall ausgleichen muss.

Mutterschaftsgeld in der GKV

Mutterschaftsgeld gehört genau wie das Krankengeld zu den Entgeltersatzleistungen der Krankenkassen. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes beträgt derzeit 13 Euro je Kalendertag. Bei den gesetzlichen Krankenkassen haben alle weiblichen Versicherten im Falle einer Schwangerschaft Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn sie mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind. Die Leistung wird in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und acht Wochen danach gezahlt. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten beträgt die Leistungsdauer nach der Geburt zwölf Wochen. Ein Antrag auf Mutterschaftsgeld kann erst dann bei der Krankenkasse gestellt werden, wenn eine ärztliche Bescheinigung über den errechneten Geburtstermin vorhanden ist.

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