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Leistungen

Mit dem Baby zum Zahnarzt: Kassen übernehmen seit 1. Juli Kariesvorsorge für Kleinkinder

Nuckelflaschenkaries möglichst frühzeitig begegenen
veröffentlicht am 08.07.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Bild zum Beitrag Mit dem Baby zum Zahnarzt: Kassen übernehmen seit 1. Juli Kariesvorsorge für Kleinkinder(c) Rike / pixelio.de
Seit Anfang Juli haben auch Kleinkinder ab einem Alter von sechs Monaten einen Anspruch auf Untersuchungen zur Zahnvorsorge. Darauf weisen die Verbraucherzentralen und die Kassenzahnärztliche Bundsvereinigung (KZBV) hin.

2019-07-08T09:42:00+00:00
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Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für Kleinkinder zwischen dem sechsten und dem 33. Lebensmonat insgesamt drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen.

Auch die Anwendung von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung gehört zum Leistungsumfang der frühkindlichen Kariesprophylaxe. Mit Hilfe dieser neuen Pflichtleistung der Krankenkassen soll in erster Linie die so genannte Nuckelflaschenkaries möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden.

„Zahnverlust und daraus resultierende Folgeerkrankungen lassen sich von Anfang an vermeiden.“, so der Vorstandschef der Kassenzahnärzte, Dr. Wolfgang Eßer. „Alle Eltern sollten deshalb mit ihren Kindern die neuen Untersuchungen möglichst regelmäßig wahrnehmen.“

Frühkindliche Karies (Early childhood caries, kurz ECC) ist laut KZBV eine der am häufigsten auftretenden chronischen Krankheiten bei Vorschulkindern. 50 Prozent aller Zahnschäden im Vorschulalter entstehen bereits in den ersten drei Lebensjahren.


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