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Magenverkleinerung: Zahl der Operationen stark gestiegen

01.09.2016

(c) Michael Bührke / pixelio.de  | Immer mehr Bundesbürger unterziehen sich einer klinischen Operation zur Magenverkleinerung. Die Zahl derartiger Eingriffe hat sich laut Barmer GEK seit 2006 versechsfacht. Ursprünglich als operative Therapie für krankheitsbedingte extreme und gesundheitsgefärdende Fettsucht (Adipositas) eingesetzt, entwickeln sich Magenband-Operationen immer mehr zum Trend.  

Dies sehen Ärzte und Krankenkassen kritisch. Denn durch Fernsehsendungen und Anzeigen im Internet werde der Eindruck vermittelt, dass es sich um eine eher harmlose und vor allem einfache Schlankheitsmethode und nicht um einen aufwendigen medizinischen Eingriff handelt.  

Die Krankenkassen haben bereits offen den Verdacht geäußert, dass bestimmte Kliniken mit einer hohen Zahl von derartigen Operationen ihre Bilanz verbessern möchten, was die Vertreter von Krankenhausgesellschaften entschieden zurückweisen. Für diese These spricht allerdings die Tatsache, dass immer mehr Kliniken die Operation anbieten und auch immer mehr Patienten diese aus der privaten Tasche bezahlen.  

Eine Operation zur Magenverkleinerung ( bariatrische OP ) kostet 7.000 Euro und reduziert den Magenraum zu einem so genannten Schlauchmagen, der nur noch circa zehn Prozent der ursprünglichen Größe ausmacht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür nur dann, wenn alle anderen therapeutischen Alternativen bei starker Fettleibigkeit, also einem BMI über 35, fruchtlos bleiben oder aus anderen Gründen wegfallen. Genehmigt werden die Spezial-Op's ausschließlich vom medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), der jeden Fall überprüft.