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LINKE will Krankenkassenbeitrag für Selbstständige senken

19.10.2016


Selbstständige mit niedrigem Einkommen sollen nach dem Willen der Linkspartei in Zukunft weniger hohe Beiträge zur Krankenversicherung zahlen. Diese Forderung wurde in einem Antrag der Fraktion im Bundestag formuliert.

Nach Ansicht der Linkspartei müssen schlechter verdienende Selbstständige im Verhältnis deutlich zu hohe Krankenkassenbeiträge zahlen. Ein Wechsel in die PKV sei für die Betroffenen häufig keine Alternative, weil die Anträge nicht selten abgelehnt würden.

Mindesteinkommen für viele zu hoch

Das derzeit geltende Mindesteinkommen, welches als Grundlage für die Berechnung der Beiträge herangezogen wird, sei mit 2.179 Euro zu hoch bemessen. Viele Selbstständige lägen mit ihren monatlichen Einnahmegewinnen deutlich darunter, so die Linke in ihrem Antrag. Die Fraktion sprach sich dafür aus, den Wert von 450 Euro als Bezugsgröße für ein Mindesteinkommen heranzuziehen. Gleichzeitig schlägt sie einen Mindestbeitrag für Selbstständige von 82 Euro vor.

Beitragsschulden in Milliardenhöhe

Die LINKE weist auf die aktuelle Summe von Beitragsschulden in Höhe von fünf Milliarden Euro hin. Diese Zahl zeige deutlich die zu hohe Belastung von Selbstständigen, die durch die angehäuften Schulden in ihrer Existenz bedroht würden.

 

Foto: (c) fotolia.com / Calado

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