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Linke: Beitragssatz der Krankenkassen von zehn bis elf Prozent möglich

15.07.2016

Im Angesicht der düsteren Aussichten für Millionen Krankenversicherte, die im kommenden Jahr noch höhere Zusatzbeiträge zu entrichten haben werden, hat sich auch die Linksfraktion im Bundestag in die Diskussion eingeschaltet. Anstatt 15,7 Prozent plus diverser Zuzahlungen könnte der durchschnittliche Beitragssatz „dauerhaft zwischen zehn und elf Prozent liegen“ und die Zuzahlungen wegfallen, so deren Gesundheitssprecher Harald Weinberg.

Wie will die LINKE den Beitrag senken?

Die Voraussetzung dafür bestünde nach Ansicht der Linkspartei in einer konsequenten Umsetzung des Solidarprinzips. Dieses schon länger bestehende Konzept einer solidarischen Gesundheitsreform beinhaltet eine stärkere Belastung hoher Einkommen durch Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, eine Ausdehnung der Krankenkassenbeiträge auf Kapitalerträge sowie eine generelle Abschaffung der PKV als Vollversicherung. Die positiven Effekte auf den Beitragssatz seien durch eine wissenschaftliche Studie abgesichert, betont die LINKE. 

Vorwürfe gegen die große Koalition

Weiterhin warf die Linke der Koalition in Berlin die „Vertuschung“ steigender Beitragskosten vor, was mit Blick auf die 40 Prozent – Diskussion als gerechtfertigt erscheint. Denn das politische Ziel, die Belastung bei den Sozialabgaben bei unter 40 Prozent zu belassen, kann nur deshalb noch als real gelten, weil für die offizielle Berechnung nur der allgemeine Beitragssatz herangezogen wird.

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