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Künstliche Befruchtung gesellschaftlich weit akzeptiert – Krankenkassen übernehmen teilweise Kosten

18.05.2016

Künstliche BefruchtungEiner Studie der IKK classic zufolge, befürworten 78 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer generell eine medizinische Kinderwunschbehandlung, wenn Paare auf natürlichem Weg keinen Nachwuchs bekommen können. Mehr als ein Drittel der knapp 1000 Befragten wünscht sich dabei einen höheren Kostenanteil der gesetzlichen Krankenkassen.

Paare müssen verheiratet sein

Für die Studie wurden 500 Frauen und 500 Männer zwischen 20 und 50 Jahren befragt. Wie die Ergebnisse zeigen, ist die künstliche Befruchtung als Weg zum Wunschkind gesellschaftlich weit akzeptiert. 78 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer befürworten eine medizinische Kinderwunschbehandlung, wenn Paare auf natürlichem Weg keinen Nachwuchs bekommen können. Rund fünf Prozent der befragten Frauen geben an, diese Möglichkeit genutzt zu haben oder sich aktuell in einer entsprechenden Behandlung zu befinden.

Die gegenwärtigen gesetzlichen Regelungen sehen die Befragten in einigen Punkten kritisch: 45 Prozent sind der Ansicht, dass auch unverheirateten Paaren bei der künstlichen Befruchtung ein Anspruch auf finanzielle Unterstützung zustehen sollte. Bisher müssen Paare miteinander verheiratet sein, um Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung in Anspruch nehmen zu können. Zusätzlich müssen ausschließlich Ei- und Samenzellen der Ehegatten verwendet werden.

Krankenkassen unterstützen Versicherte unterschiedlich

Mehr als ein Drittel der Befragten spricht sich dafür aus, dass der Kostenanteil der Krankenkassen bei der künstlichen Befruchtung erhöht werden sollte. Derzeit übernehmen Krankenkassen für verheiratete Paare mit Kinderwunsch zwischen 50 Prozent und 100 Prozent der Kosten für die ersten drei Behandlungsversuche.

„Ein Kind gehört für viele Paare zur Lebens- und Familienplanung. Den Anspruch, diesen Wunsch über das gegenwärtige gesetzliche Maß hinaus zu unterstützen, erfüllen wir schon heute. Zusätzlich zu der Hälfte der Kosten erhalten unsere Versicherten bis zu 500 Euro pro Versuch“, so Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK classic.


In der Übersicht 'Anspruch künstliche Befruchtung ' sind die unterschiedlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Sie aufgelistet.

 

IKK classic im Krankenkassentest

 

 

 

 

 

 

Foto oben: (c) Fotolia.com / MP