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Krisenvorsorge gegen Terror oder Katastrophen: Welche Medikamente empfiehlt die Regierung?

23.08.2016

Eine von der bundesregierung empfohlene Notfall-Liste enthält eine reihe Medikamente und Medizinprodukte

Foto: Rosel Eckstein  / pixelio.de

Die Bundesregierung hat in ihrer aktuellen Zivilschutz-Empfehlung der deutschen Bevölkerung nahegelegt, sich für mindestens zehn Tage mit lagerfähigen Vorräten auszustatten. Diese  Vorsichtsmaßnahme soll bei Terror oder in Katastrophenfällen die Versorgung sicherstellen, bis staatliche Hilfe angelaufen ist.

Im empfohlenen Notfall-Krisenpaket sind neben Lebensmitteln, Notgepäck, Brandschutzmitteln und Notbeleuchtung auch eine Hausapotheke vorgesehen. Diese enthält zehn einzelne Positionen und soll im Ernstfall für die Möglichkeit einer Ersten Hilfe aus eigener Kraft sorgen.

1.  DIN-Verbandskasten

Die aktuelle DIN-Norm für Verbandskästen mit der Nummer 13164 gilt seit Anfang 2015. Folgende Inhalte sind in dieser geänderten Norm vorgeschrieben:

  • Dreiecktücher DIN 13168 – 2 Stück
  • Erste-Hilfe-Broschüre
  • Einmalhandschuhe DIN EN 455 ( 4 Stück )
  • Hautreinigungstücher (nicht für offene Wunden) – 2 Stück
  • Heftpflaster DIN 13019, 5 m x 2,5 cm
  • Fingerkuppenverbände – 2 Stück
  • Fingerverbände, 12 cm x 2 cm – 2 Stück
  • Fixierbinden DIN 61634, 6 cm x 4 m – 2 Stück
  • Fixierbinden DIN 61634, 8 cm x 4 m -  3 Stück
  • Pflasterset – bestehend aus 14 Teilen
  • Pflasterstrips, 1,9 cm x 7,2 cm – 2 Stück
  • Pflasterstrips, 2,5 cm x 7,2 cm -  4 Stück
  • Rettungsdecke, Größe mindestens 210 cm x 160 cm
  • Schere DIN 58279
  • Verbandpäckchen DIN 13151, 6 cm x 8 cm
  • Verbandpäckchen DIN 13151, 10 cm x 12 cm
  • Verbandpäckchen DIN 13151, 8 cm x 10 cm – 2 Stück
  • Verbandtuch DIN 13152 (für Brandwunden), 40 cm x 60 cm
  • Verbandtuch DIN 13152, 60 cm x 80 cm
  • Wundschnellverbände DIN 13019, 10 cm x 6 cm – 4 Stück
  • Wundkompressen, 10 cm x 10 cm – 6 Stück


2. vom Arzt verordnete Medikamente

Alle Medikamente, die sie und ihre Familie im Rahmen ärztlicher Behandlungen verordnet bekommen haben, sollten auch in der Notfall-Krisenapotheke bereitliegen. Da eine Zweitanschaffung mitunter kostspielig sein könnte,
können sie von aktuell verordneten Medikamenten auch den nötigen Vorrat in der korrekten Dosis für zwei Wochen abtrennen und beschriften. Bei Flüssigkeiten ist dies unter Umständen mit einer kleinen Abfüllung ebenfalls zu bewerkstelligen. Achten Sie in jedem Fall auf die Angaben zur Lagerfähigkeit und notieren Sie sich die Daten, um jedes Medikament rechtzeitig ersetzen zu können.  


3. Schmerzmittel

Bei frei verkäuflichen Schmerzmitteln gibt es eine große Auswahl. Um Kosten zu sparen, können Sie hier statt bekannter Marken auf günstige wirkstoffgleiche Generika zurückgreifen. Beratungen dazu gibt es in jeder Apotheke oder im Internet. Achten Sie hier besonders auf die Verträglichkeit für Kinder. Sind Ihre Kinder tablettenscheu, können Sie lagerfähigen Schmerzsaft erwerben.



4. Hautdesinfektionsmittel

Sterilisation ist im Krisenfall zur Verhinderung von Ansteckung ein Muss.  
Achten Sie beim Kauf auf die Gefahrenstoffklasse und entscheiden Sie sich unbedingt für ein gering giftiges und nichtexplosives Mittel.



5. Wunddesinfektionsmittel

Chemischen Antiseptika werden als Wundgel, Salbe oder Tinktur mit Pump- oder Sprühzerstäuber angeboten. Alternative natürliche Mittel sind ätherisches Teebaumöl, Ringelblumentintur und Bio-Honig.

 

6. Mittel gegen Erkältungskrankheiten

Hier können Sie sich mit Ihren gewohnten Erkältungsmitteln bevorraten.   
Wählen Sie Mittel mit längerer Lagerfähigkeit und mit breiten Anwendungen bei nachgewiesener hoher Wirksamkeit aus.

 

7. Fieberthermometer

Wenn Sie elektrische Fieberthermometer bevorzugen, müssen Sie ausreichend Batterien bevorraten. Auf Solarvarianten können Sie für die Krisenapotheke leider nicht setzten. Sollten Sie auf analogen Klassikern bestehen, achten Sie darauf, dass es kein giftiges Quecksilber enthält.

 

8. Medikamente gegen Durchfall

Neben Kohletabletten werden auf dem Markt sehr viele pharmazeutische Durchfallmittel angeboten, von denen folgende die besten Testergebnisse erzielten: Loperamid, Yomogi, Hamadin N, Perocur forte, Diarrstop LGG, Perenterol junior, Omniflora akut und Elotrans. Natürliche Alternativen sind die Schüssler-Salze Nr 3 und Nr. 4.   

 

9. Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe

Diese Mittel stehen in großer Auswahl in Drogerien, im Fachhandel und im Internet zur Verfügung.


10. Splitterpinzette

Eine chirurgische Pinzette unterscheidet sich von herkömmlichen Exemplaren aus Nagel-Etuis durch ihre feine Spitze, mit der sich tief in die Haut eingedrungene Fremdkörper entfernen lassen.
Preisgünstige und gleichzeitg hochwertige Pinzetten können Sie im Internet finden.

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