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Krebs

Krebsberatung: Krankenkassen verbessern Finanzierung

Anteil an der Deckung der Kosten wird verdoppelt
veröffentlicht am 01.12.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

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Die gesetzlichen Krankenkassen werden die Arbeit der Krebsberatungsstellen wesentlich besser finanzieren und damit den Erhalt sichern. Künftig übernehmen die Kassen einen Anteil von 80 statt bisher 40 Prozent der Kosten.

2020-12-01T12:39:00+01:00
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"Das ist ein wichtiges Signal für Krebskranke und ihr Umfeld.“, kommentierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Entscheidung in der Presse. Auch während der Pandemie gelte den Krebsberatungsstellen weiterhin die volle Unterstützung, so Spahn.  

Abhilfe gegen chronische Unterfinanzierung

Die Arbeit der Krebsberatungsstellen war durch Unterfinanzierung in der jüngeren Vergangenheit akut gefährdet gewesen. Darauf hatte die Politik im Jahr 2019 mit der Festsetzung eines Finanzierungsanteils von 40 Prozent für die Beratungsstellen reagiert. Weil die Deutsche Krebshilfe eine nach wie vor bestehende Finanzierungslücke beklagt hatte, wird dieser Anteil nun auf 80 Prozent aufgestockt.

Die Krebshilfe hatte eine Kofinanzierung durch die Rentenversicherung gefordert. Die Verhandlungen dazu endeten erfolglos, so dass Spahn laut Presseberichten entschied, den Anteil der Krankenkassen zu verdoppeln.

Anlaufstelle für Betroffene

Wer mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wird, braucht oft nicht nur medizinische, sondern auch und vor allem psychosoziale Betreuung. Die Familien und Partner sind mit dieser Situation in vielen Fällen überfordert. In diesem Feld leisten die Krebsberatungsstellen wertvolle Arbeit. Eine Liste der Krebsberatungsstellen nach Postleitzahlgebiet findet sich auf der Website des Krebsinformationsdienstes der Deutschen Helmholtzgesellschaft.

 

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