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Fusionen

Krankenkassenfusion: Anzahl der gesetzlichen Kassen reduziert sich weiter

veröffentlicht am 25.11.2015 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Fusionen von Krankenkassen Fusionen von Krankenkassen(c) S. Hofschläger / pixelio.de
236 gesetzliche Krankenkassen gab es 2007. Mittlerweile haben noch 123 geöffnet. Und auch diese Zahl muss Anfang 2016 weiter nach unten korrigiert werden.

2015-11-25T14:23:00+01:00
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Denn wie die BKK ProVita und die BKK family Anfang dieser Woche bekannt gaben, fusionieren die Betriebskrankenkassen zum neuen Kalenderjahr miteinander. Die beiden Kassen reagieren damit auf die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsmarkt und sind damit nicht alleine.

Herausforderung für kleine Kassen alleine zu bestehen

Durch die bevorstehende Fusion entsteht eine bundesweit geöffnete Betriebskrankenkassen mit dann insgesamt rund 119.000 Versicherten. Die BKK ProVita hat laut eigenen Angaben derzeit rund 102.000 Versicherte. Die neue Kasse wird dadurch auch den Namen BKK ProVita tragen.

„Durch den Zusammenschluss entwickeln wir uns zu einer größeren und stärkeren Gemeinschaft. Gemeinsam können wir unseren Versicherten auch künftig beste Leistungen und einen günstigen Beitragssatz bieten, sagt Andreas Schöfbeck, Vorstand der BKK ProVita. Der aktuelle Beitragssatz der BKK ProVita beträgt 15,2 Prozent, der der BKK family 15,8 Prozent. Welchen Beitragssatz 2016 die neue Kasse verlangt, wurde nicht bekannt gegeben.

Nils Hindersmann, der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der BKK family, betont, dass es durch die Entwicklungen im Gesundheitsmarkt und die gesetzlichen Vorgaben für kleine Kassen immer schwieriger werde, alleine zu bestehen.

Trend zur Fusion setzt sich fort

Die Barmer GEK und die Deutsche BKK hatten bereits Anfang November ihre Fusion bekannt gegeben. Wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtete, steckt die Barmer GEK mitten in einem Restrukturierungsprozess, im Zuge dessen etwa 3500 Stellen abgebaut werden. Nach der bereits 2010 erfolgten Fusion mit der Gmünder Ersatzkasse, beseitigt die Barmer GEK aktuell kostspielige Doppelstrukturen und befindet sich daher in einer angespannten finanziellen Situation, die zusätzlich durch die umfangreichen Reformen des Bundesgesundheitsministeriums beeinflusst wird.

 

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