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Krankenkassen uneins über "Pokemon Go"

02.08.2016

Abb: Jürgen Acker  / pixelio.de

Seitdem das neue "Pokemon"- Spiel "Pokemon Go" auf dem Markt ist, geben sich Spieleexperten, Technikenthusiasten und auch mahnende Stimmen in den Medien die Klinke in die Hand. Aber auch die gesetzlichen Krankenkassen haben sich in die Diskussion um die digitale Monsterjagd in der äußeren Realität eingemischt.

TKK und AOK in Bayern zu 'Pokemon Go'

So lobte der Leiter der bayrischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse, Christian Bredl, das Spiel mit dem Argument, dass damit endlich notorische Stubenhocker zu Bewegung an der frischen Luft motiviert werden würden. Sogar das Zauberwort Prävention nahm der TKK-Landeschef in den Mund – in Bezug auf die typischen Symptome Rückenprobleme und Übergewicht. Der Sprecher der AOK in Bayern, Michael Leonhart, spricht dem Gesundheitseffekt des Spiele-Fiebers die Nachhaltigkeit ab. Denn „wenn das Interesse am Spiel nachlässt, bewegt sich auch keiner mehr“, so Leonhart.

Spielen macht blind

Neben den berechtigten Zweifeln am sportlichen Segen sind es vor allem die Risiken beim Spiel, die Stirnrunzeln bis hin zu deutlicher Kritik hervorrufen. In der Tat sorgt zwar das neue Spiel für reichlich reale physische Bewegung bei den Spielern. Diese bewegen sich aber oft blind für die Außenwelt und nur mit der virtuellen Jagd beschäftigt durch die Straßen der Metropolen. Dadurch begeben sich die Spieler oftmals blind in Gefahrensituationen. Bislang sind noch keine schweren Unfälle wegen Pokemon-Spielen gemeldet worden.  

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