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Krankenkassen übernehmen Kostensteigerungen bei Haftpflicht für Hebammen

29.01.2014

 Hebamme Quelle: Helene Souza / pixelio.de Freiberuflich arbeitende Hebammen erhalten von den Krankenkassen ab sofort mehr Geld, um ihre gestiegenen Kosten auszugleichen. Ein entsprechender Vertrag mit dem Berufsverband freiberuflicher Hebammen wurde vom GKV-Spitzenverband auf den Weg gebracht und von beiden Seiten unterzeichnet. Bereits zum dritten Mal seit 2010 hat ein privates Versicherungsunternehmen die Pflichtbeiträge angehoben und damit für Kostensteigerungen gesorgt.

Bereits vor einem Jahr wurde der Vergütungssatz für Geburtsbegleitung um 12 Prozent angehoben, um dem bedrohten Berufsstand der Freien Hebammen unter die Arme zu greifen. Die Kostensteigerungen bei der Berufshaftpflicht liegen mittlerweile pro Geburt  im dreistelligen Bereich seit 2010.     

Grund für die permanenten Kostensteigerungen in diesem Bereich ist der fehlende Wettbewerb bei der Pflichtversicherung. Denn die Hebammen können sich Ihren Versicherer nicht aussuchen, sondern müssen bei dem einzigen und noch dazu privaten Unternehmen, welches mit dem Verband einen Rahmenvertrag abgeschlossen hat, ihre Prämie bezahlen. Für die kommende Zeit bis 2015 sind weitere Steigerungen angekündigt.

Die Krankenkassen übernehmen für die Versicherten die Kosten für eine freiberufliche Hebamme im Rahmen der Grundbetreuung vor, während und nach der Geburt, entweder als so genannte Beleg-Hebamme in der Klinik oder als freie Hebamme bei Hausgeburten bzw.  im Geburtshaus   

Nicht im Leistungskatalog enthalten dagegen sind die Kosten für die 24-Stunden Rufbereitschaft in den entscheidenden Schwangerschaftswochen kurz vor dem Termin. Viele Krankenkassen übernehmen hier die Kosten im Rahmen einer Zusatzleistung.


Bildquelle oben: Helene Souza  / pixelio.de