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Corona-Krise

Krankenkassen sichern Ärzten und Kliniken unbegrenzte Finanzierung zu

Reserven des Gesundheitsfonds notfalls mit Bundesmitteln aufstockbar
veröffentlicht am 18.03.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Doris Pfeiffer - GKV Spitzenverband Doris Pfeiffer - GKV Spitzenverband(c) GKV-Spitzenverband
Die gesetzlichen Krankenkassen haben den Akteuren im Gesundheitswesen eine unbegrenzte Finanzierung bei der medizinischen Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesichert. „Dass diese notwendigen zusätzlichen medizinischen und pflegerischen Leistungen finanziert werden, steht für uns außer Frage", sagte die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Doris Pfeiffer gegenüber Journalisten des Redaktionsnetzwerkes Deutschland.

2020-03-18T12:16:00+00:00
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Der Gesundheitsfonds verfüge derzeit über ausreichende Reserven, die aktuell dringend benötigt würden. Sollten diese Mittel nicht genügen, seien Hilfen durch den Bund, beispielsweise durch eine Erhöhung des jährlichen Bundeszuschusses zum Gesundheitsfonds, denkbar.

Auch zusätzliche Kosten abgesichert

Finanzielle Engpässe bei Ärzten und Kliniken sollen vermieden und alle dafür nötigen Ausgaben  durch eine Sicherstellung der Liquidität finanziert werden. Die Krankenkassen wollten so den "vielen Menschen, die sich jetzt in vorderster Reihe um die Patienten kümmern, den Rücken freihalten", führte Pfeiffer weiter aus. Zusätzliche Kosten, die beispielsweise entstehen, wenn medizinisches Personal aus dem Ruhestand zurückgeholt werden, seien auf diese Weise abgesichert.

Zustände wie in Italien verhindern

Oberstes Ziel müsse dabei sein, dass Ärzte niemals vor der Situation stehen, den Tod eines Patienten in Kauf nehmen zu müssen, um ein anderes Leben retten zu können. Gemeinsam erbeiteten Ärzte, Pfleger, Krankenkassen und Politik an der Aufgabe, eine derartige „Priorisierung zu vermeiden, bei der es um Leben und Tod geht", sagte Pfeiffer vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Norditalien.   

Die GKV-Chefin bekräftigte, dass die gesetzliche Krankenversicherung eine starke Solidargemeinschaft bildete, die auch in der Lage sei, "große Lasten" zu bewältigen.

 

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