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Krankenkassen bezahlen immer mehr für Osteopathie

15.06.2014 Die gesetzlichen Krankenkassen gaben 2013 mehr als 110 Millionen Euro für Osteopathie aus. Das geht aus einem Bericht des NDR hervor. Seitdem der Gesetzgeber Nachdem in Jahr 2011 das Angebot von individuellen Satzungsleistungen grundsätzlich erlaubt hatte, ist die Beliebtheit dieser zusätzlichen Angebote bei den den Versicherten stark angestiegen – wie auch im Falle osteopathischer Behandlungen.

Anstieg von 300 Prozent in einem Jahr

Waren es im Jahr 2012 noch moderate 34 Millionen Euro, die aus der GKV auf diese Weise als Kostenerstattung für Osteopathiebhandlungen geleistet wurden, stieg der Rahmen mittlerweile im Jahr 2013 auf 110 Millionen Euro an.   Die Verdreifachung der Summe kam auch dadurch zustande, dass immer mehr Krankenkassen ihren Versicherten Osteopathieleistungen erstatten.  


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Geldsegen führte zu zweifelhaftem Osteopathie-Boom

Offenbar hat das Geld von den Krankenkassen auch zu einem Boom der Therapieangebote geführt. In den letzten Jahren stiegen die Mitgliederzahlen bei den Berufsverbänden auf das Doppelte. Immer wieder bemängelten Berufsverbände die fehlenden einheitlichen Qualitätsrichtlinien für die Ausbildung und Zulassung. Die sei nicht unproblematisch vor dem Hintergrund eines Aufschwunges der Therapierichtung. Denn neben den sehr erfahrenen Osteopathen gebe es sehr viele Neulinge auf dem Markt, die zum Teil in Weiterbildungen ihre Kenntnisse erworben haben.


Matthias Psczolla, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin, kritisiert an der jetzigen Praxis, dass die Bezuschussung „ohne jede Qualitätssicherung“ erfolge. Man fordere nicht qualifizierte Ärzte auf, ein entsprechendes Rezept auszustellen, um mit diesem einen osteopathen aufzusuchen, der nicht zwingend eine qualitätsgesicherte Ausbildung vorweisen müsse.
 

130 Millionen Euro Erstattung für Osteopathie in diesem Jahr

An der großen Popularität der Therapie an sich und der bereitschaft der Krankenkassen, Osteopathie zu bezahlen, ändern diese Kritiken vorerst nicht. In diesem Jahr werden laut NDR die Erstattungen die Höhe von 130 Millionen Euro erreichen.

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