Werbung

Krank im Urlaub: Attest rettet verlorene Urlaubstage

24.07.2015

 Es ist ein bekannter Alltags-Klassiker: Die letzten Arbeitstage vor dem Urlaub sind angefüllt mit Besorgungen und Vorbereitungen. Körper und Psyche laufen auf Hochtouren und nichts darf vergessen werden. In der ersten Urlaubswoche dann der Knick – anstatt sich zu erholen, liegt man flach. Wer im Urlaub erkrankt kann seine verlorenen Ferientage für bessere Zeiten aufheben – mit einer Krankschreibung.  

Urlaubsgesetz regelt Erhalt des Anspruchs

Für Arbeitnehmer, die während ihres Urlaubes krank geschrieben werden, gilt: Wer seinem Arbeitgeber ein aktuelles ärztliches Attest vorlegt oder zusendet, erhält seinen Urlaubsanspruch für die Krankheitstage, denn es gilt laut Paragraph 9 des Bundesurlaubsgesetzes dann eine Krankschreibung. Die aufgesparten Urlaubstage können später in Anspruch genommen werden. Diese  arbeitsrechtlich komfortable Regelung ist vielen Arbeitnehmern nicht bekannt, weshalb jährlich vermutlich hunderttausende Urlausbstage verschenkt werden. 


Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.

Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz), § 9 Erkrankung während des Urlaubs, Quelle: Bundesjustizministerium


Genau wie im Arbeitsleben muss der Arbeitgeber allerdings umgehend über die Erkrankung informiert werden. Ein Artzbesuch sollte auf keinen Fall aufgeschoben werden, sondern möglichst am ersten Krankheitstag erfolgen. Die Krankenkasse ist dann in Kenntnis zu setzen, wenn die Erkrankung bei einem Aufenthalt im Ausland auftritt. 
 
Für den Fall, dass ein Rücktransport nach Deutschland notwendig wird, übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten dafür. Um dieses Risiko auszuschließen,, ist der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung dringend anzuraten.

 

Abbildung: Thorben Wengert / pixelio.de