Hauptregion der Seite anspringen
Krankenkassenbeitrag

Kostenanstieg: AOK Plus schließt Erhöhung beim Zusatzbeitrag nicht aus

Auch BARMER und KKH sehen deutliche Mehrausgaben in den nächsten Jahren
veröffentlicht am 23.09.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Kosten der gesetzlichen KrankenkassenKosten der gesetzlichen Krankenkassen(c) Andreas Hermsdorf / pixelio.d
Die AOK Plus will eine Anhebung beim Beitragssatz nicht ausschließen. Momentan sei die „Kassenlage zwar noch gut“,  wie Pressesprecherin Hannelore Strobel gegenüber der Thüringer Allgemeinen äußerte, es werde aber langsam „bedenklich“.

2019-09-23T11:15:00+00:00
Werbung

Laut einer Prognose des AOK-Bundesverbandes erhöhen sich die Mehrkosten für die gesetzlichen Krankenkassen in diesem auf 1,6 Milliarden Euro. Für 2020 werden 2,5 Milliarden Euro und in 2021 und 2022 jeweils bis zu drei Milliarden Euro erwartet.

Extra-Vergütungen für Ärzte durch neues Gesetz

Eine Ursache für den neuerlichen Kostenanstieg bei den Krankenkassen sind neue Gesetze. So beinhaltet das seit Mai 2019 geltende Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Dieses beinhaltet Extra-Vergütungen für Fachärzte, bei Aufnahme oder erfolgreicher Vermittlung neuer Patienten durch die Terminservicestellen. Laut GKV-Spitzenverband belaufen sich die jährlichen Mehrausgaben durch das TSVG bis zu einer Milliarde Euro und sollen bis 2023 auf bis zu drei Milliarden Euro steigen. Auch das neue Pflegestärkungsgesetz bringt einen weiteren Kostenanstieg für die Kassen mit sich.

Für Thüringen lägen zwar noch keine genauen Zahlen vor, mit Sicherheit wisse man aber, „dass es teuer wird“, so Hannelore Strobel von der AOK Plus.   

Ausgaben stiegen schneller als Einnahmen

Auch die Barmer in Thüringen rechnet laut der Thüringer Allgemeinen mit einem deutlichem Anstieg der Ausgaben unter anderem durch das Termingesetz. „Zu bedenken ist, dass zusätzliche Ausgaben letztlich stets zu Lasten der Beitragszahler und Arbeitgeber gehen“, so die Landesgeschäftsführerin der BARMER, Birgit Dziuk.

Auch die KKH klag über erhebliche Mehrausgaben, wie die Zeitung weiter schreibt. Bei den Ersatzkassen seien die Ausgaben in den ersten beiden Quartalen 2019 deutlich stärker gestiegen als die Einnahmen, wie Pressesprecherin Maren Teichmann anmerkte.

Über mögliche Beitragssteigerungen entscheiden die Verwaltungsräte der Krankenkassen im letzten Quartal 2019.

 

Weiterführende Artikel:

 

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5

4591 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.

Kategorien