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Knappschaft: Deutsche beim Impfschutz eher nachlässig

20.07.2016 Lediglich ein Viertel der volljährigen Bundesbürger hat sich 2015 impfen lassen. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Knappschaft hervor. Nur knapp mehr als die Hälfte der befragten Versicherten achtet darauf, in regelmäßigen Abständen alle empfohlenen Impfungen zu absolvieren. Circa jeder Siebente kann sogar als Impfmuffel bezeichnet werden, weil dessen letzte Impfung bereits mehr als zehn Jahre zurückliegt. 13 Prozent der Deutschen stehen Impfungen generell kritisch gegenüber.

Männer sind Impfmuffel, Frauen fürchten Nebenwirkungen


Frauen achten laut der Studie insgesamt mehr auf ihren Impfschutz als Männer. Während Männer eher aus Sorglosigkeit gegenüber Krankheit die Impfungen vernachlässigten, befürchteten Frauen oftmals Nebenwirkungen und Komplikationen und würden Impfungen daher vermeiden.

Die Knappschaft weist im Zusammenhang mit den Umfrageergebnissen darauf hin, dass nicht nur bei bestimmten Krankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln der Impfschutz lebenslang anhalte. Andere Infektionskrankheiten dagegen wie Tetanus, Diphterie und Keuchhusten erfordern eine Auffrischung der Impfung in regelmäßigen Abständen.

Ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht bei Reisen ins Ausland. Die Mehrheit der Studienteilnehmer gab an, sich vor dem Urlaub nicht extra impfen zu lassen. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten hat sich überhaupt noch noch nie vor einer Reise impfen lassen. Auch bei Inlandsrisiken wie FSME sind viele Menschen nachlässig, was eine Impfberatung angeht.

Erinnerungsservice für Impftermine


Die Lücken beim Impfschutz entstehen nicht selten auch deshalb, weil Versicherte ihre Impftermine beim Arzt verpassen oder vergessen. Das betrifft immerhin 27 Prozent der Befragten.
Vier von fünf Versicherten wünschen sich daher einen Erinnerungsservice für Impftermine.

Die Knappschaft zahlt alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO ) empfohlen werden. Außer dem werden auf Wunsch der Versicherten alle nötigen Reiseschutzimpfungen auch bei Privatreisen in Risikogebiete übernommen.