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Kliniken wehren sich gegen AOK Krankenhausnavigator

21.10.2013 Seit 2010 gibt es das erfolgreiche Klinikbewertungsportal der AOK, den AOK-Krankenhausnavigator. Auf diesem Internetportal können sich Patienten und Versicherte unabhängig und selbstständig über die Qualität und den Service von Krankenhäusern informieren und Bewertungen hinterlassen. Unter anderem werden der Öffentlichkeit dort auch die Daten der gesetzlich vorgeschriebenen Klinik-Qualitätsberichte oder Auswertungen anonymisierter Abrechnungsdaten von versicherten zugänglich gemacht.

Nun haben zwei Kliniken gegen den Navigator Klage eingereicht und wollen gegen das Portal vorgehen. Die Krankenhäuser sehen „regierungsamtliche Qualitätsmessung“ als problematisch an und wollen diese verhindern. Auch wollen sie gegen die Auswertungsmethoden von Abrechnungsdaten gerichtlich vorgehen. Ob beispielsweise ein Patient wenige Wochen nach einer OP mit Komplikationen erneut eingeliefert werden muss, kann im Normalfall nicht beim Navigator berücksichtigt werden. Darum wertet die AOK anonymisierte Abrechnungsdaten ihrer Versicherten aus, um statistisch Rückschlüsse über Rückfallquoten ziehen zu können und diese in die Bewertung einfließen zu lassen.

Klage eingereicht wurde von einer Klinik am Sozialgericht Berlin und von einer weiteren am Landgericht Köln. Eilverfahren wurden bereits in beiden Fällen abgelehnt.

 

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