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KKH vermerkt rasanten Anstieg der Ausgaben für Medikamente

05.05.2015 Nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) gab es bei der gesetzlichen Krankenkasse in den ersten drei Monaten des Jahres einen sprunghaften Anstieg der Arzneimittelkosten. Für jeden Versicherten berappte die Kasse im Schnitt 124 Euro für Medikamente. Das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Monat März habe dieser sogar bei 12 Prozent gelegen.

Ursache für diese Kostenexplosion seien Preissteigerungen einzelner Medikamentengruppen wie zum Beispiel im Bereich der Mittel gegen Hepatitis C. Für die KKH bedeute dies allein in diesem Segment Mehrausgaben von neun Millionen Euro.

KKH-Vorstand kommentierte diese Entwicklung mit der Bemerkung, dass es kein Zweckpessimismus sei, wenn man feststelle, dass die Arzneimittelkosten immer weiter aus dem Ruder laufen. In diesem Zusammenhang forderte Kailuweit, die Kopplung der Arzneimittelpreise bei Neuentwicklungen  schon vom Zeitpunkt der Markteinführung an an Nutzennachweise zu koppeln. Bislang werde dies erst nach einem Jahr vorgenommen.
   
Im Jahr 2014 waren die Ausgaben der Arzneimittel in der GKV insgesamt um neun Prozent bei gleicher Packungsmenge auf 31,4 Milliarden Euro gestiegen.