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Gesundheit

KKH: Hautkrebsfälle in zehn Jahren verdreifacht

Individueller Schutz und bewusstes Verhalten immer wichtiger
veröffentlicht am 02.08.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Hautkrebs-ScreeningHautkrebs-Screening(c) fotolia.de / fovito
Hautkrebs ist in Deutschland in besorgniserregendem Tempo auf dem Vormarsch. Das geht aus  aktuellen Zahlen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. Laut der Erhebung stiegt die Zahl der nachgewiesenen Fälle von so genanntem „schwarzem Hautkrebs“ (malignes Melanom) zwischen 2007 und 2017 um ganze 87 Prozent.

2019-08-02T15:22:00+00:00
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Große Unterschiede zwischen Ländern

Bei „weißem Hautkrebs“ (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) betrug der Anstieg sogar fast das Anderthalbfache. Die Zunahme der Fälle verlief im betreffenden Zeitraum in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. An der Spitze beim „schwarzen Hautkrebs“  liegt das Saarland mit einem Anstieg um 138 Prozent, während es in Mecklenburg-Vorpommern nur eine Zunahme um 61 Prozent gegeben hatte. Am niedrigsten ist die Steigerungsrate in Mecklenburg-Vorpommern mit 61 Prozent.

 

Klimawandel und Demografie als Ursachen

Der „weiße Hautkrebs“ verdreifachte sich im besagten Zeitraum in Sachsen, während er in Rheinland-Pfalz nahezu gleich blieb.  
Als möglichen Grund für diese Entwicklung nennt die KKH den Klimawandel mit seiner erhöhten Anzahl warmer Sonnentage. Diese brächten eine entsprechend höhere last an gefährlicher UV-Strahlung mit sich. Einen weiteren Grund macht die KKH im demografischen Wandel aus. Weil das durchschnittliche Lebensalter der Bevölkerung immer mehr ansteige, wachse wegen des altersbedingten höheren Krankheitsrisikos automatisch auch die Zahl der Hautkrebsfälle.    


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Hohe Verantwortung des Einzelnen

Der Lichtschutzfaktor ist wichtig aber nicht alles Der Lichtschutzfaktor ist wichtig aber nicht alles(c) Manfred Walker / pixelio.de
Entscheidend für die Prävention sei der eigene Umgang mit der UV-Strahlung, heißt es in der Meldung der KKH. Aufenthalte in der Mittagssonne ohne Schatten sollten lieber vermieden werden. Die Krankenkasse rät allen Menschen an Sonnentagen generell zu schützender Kleidung inklusive Sonnenhut. Freie Hautflächen sollten mit Sonnenschutzmittel ab Lichtschutzfaktor 30 sowie ausreichend hohem UVA- und UVB-Schutz behandelt werden, bevor es an Sonnentagen ins Freie geht.

 

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