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KKH-Chef Kailuweit fordert Steuermittel für die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen

15.11.2016 Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), Ingo Kailuweit, sollte der Staat die Krankenkassen stärker bei der Absicherung von Flüchtlingen unterstützen.

Für die Krankenkassen sei der starke Zuwachs an Versicherten, die Grundsicherung erhalten, ein Problem, weil die Pauschale von 90 Euro an sich schon nicht kostendeckend sei.    
„Seit Jahren erhalten die Kassen zu wenig Geld für die medizinische Versorgung von Hartz-IV-Empfängern.“, so Kailuweit in der „Wirtschaftswoche“.

Ein Großteil der Flüchtlinge von einer halben Million Personen aber sei derzeit auf Hartz IV angewiesen. Noch im Jahr davor hätte diese Zahl bei 250.000 gelegen. Laut Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes klaffe für das Jahr 2016 deswegen eine Finanzierungslücke von 2,3 Milliarden Euro. Um diese zu schließen, wäre eine Fallpauschale von circa 136 Euro nötig.

Kailuweit forderte einen steuerfinanzierten Zuschuss für die kostendeckende Versicherung von Flüchtlingen. Der Staat habe schließlich den Kassen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe übertragen, so der KKH-Chef.