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Gesundheitsreform

Kein "Weiter so" nach Corona. BARMER Chef fordert Reformen

Pandemie als Stresstest für das Gesundheitswesen habe Mängel offengelegt
veröffentlicht am 25.11.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Patientin in einer Klinik Patientin in einer Klinik(c) Pixabay
Der BARMER-Vorstandschef Straub hat "zentrale Reformen" im Gesundheitswesen für die Zeit nach Corona angemahnt. Die Pandemie als Stresstest habe Mängel in der Patientenversorgung offengelegt. Ein ‚Weiter so‘ dürfe es danach nicht mehr geben.

2020-11-25T13:14:00+01:00
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Prof. Dr. Christoph StraubProf. Dr. Christoph Straub(c) BARMER
Trotz vieler Anstrengungen sei man immer noch weit entfernt von einer gut funktionierenden interdisziplinären und sektorenübergreifenden Versorgung von Patientinnen und Patienten. Insbesondere die Krankenhäuser sollen sich zukünftig stärker am tatsächlichen medizinischen Bedarf ausrichten. Reformbedarf bestehe unter anderem an der Schnittstelle zwischen niedergelassenen und stationär arbeitenden  Ärzten als auch im „Krankenhaussektor an sich“. „Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, dass wir aus Gründen der Versorgungsqualität und Patientensicherheit ein Mehr an Konzentration, Zentralisierung und Spezialisierung in Kliniken brauchen“, so der BARMER-Vorstandschef.

Kleine Kliniken zu Versorgungszentren

Kleine Krankenhäuser und Kliniken, die während der Pandemie eine untergeordnete Rolle spielen, sollen nach den Vorstellungen des Reformpapiers in Zukunft nur noch die Grundversorgung sichern und in integrierte Versorgungszentren umgewandelt werden. Die Planung und Vergütung von medizinischen Leistungen sollte unabhängiger von den Faktoren „Arztsitze und Klinikbetten“ werden. Dazu sei ein neues Vergütungssystem nach dem Prinzip „Gleiches Geld für gleiche Leistung“ zu entwickeln. Als Grundsatz dieser Reform müsse zu dem das Prinzip „Qualität vor Wohnortnähe“ gelten.

Zusammenarbeit von BARMER-Institut mit Stiftungen

Die Thesen und Vorschläge sind Teil eines wissenschaftlichen Richtungspapiers, welches im Auftrag des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) unter Mitwirkung von Bertelsmann-Stiftung und Robert Bosch Stiftung GmbH erstellt wurde. Das Thesenpapier benennt weitere Baustellen im Gesundheitswesen wie die ambulante Erstversorgung, den Pflegesektor oder den Öffentlichen Gesundheitsdienst.

 

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