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Zahnvorsorge

Karies-Check für die Kleinsten

Neue Kassenleistungen für Kinder gelten ab Juli
veröffentlicht am 23.01.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Zahnärztliche Vorsorge für Kinder Zahnärztliche Vorsorge für Kinder(c) fotolia.de / photographee
Karies gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat nun den Leistungskatalog der der gesetzlichen Krankenkassen erweitert. Für Kinder werden ab diesem Jahr drei weitere zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sowie Behandlungen zur Zahnschmelzhärtung übernommen.

2019-01-23T16:02:00+00:00
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Mit diesen neuen Kassenleistungen soll Karies besser vorgebeugt und unter anderem auch die so genannte „Nuckelflaschenkaries“ eingedämmt werden. Eltern können die neuen Leistungen ab dem 3. Quartal 2019 in Anspruch nehmen.

Meilenstein im Kampf gegen Karies

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) begrüßte die Entscheidung des G-BA und sprach von einem "Meilenstein". Schon 2014 hatten die Zahnärzte ein Behandlungskonzept zur Vermeidung frühkindlicher Karies  vorgelegt, um die bestehenden Versorgungslücken zu schließen. „Das ist ein großer Erfolg im Kampf gegen frühkindliche Karies.“, so Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandschef der KZBV. Eßer rief die Eltern dazu auf, die neuen zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen genau so in Anspruch zu nehmen, wie die ärztlichen Früherkennungsuntersuchungen ( U1 bis U9). für Kinder und Jugendliche. 

Untersuchung, Tipps und Behandlung

Die neuen zahnärztlichen Untersuchungen beinhalten eine Untersuchung des Kindes, die Beratung der Eltern und eine Anleitung zum täglichen Zähneputzen beim Kleinkind. Kleinkinder bis zum 33. Lebensmonat haben zu dem zwei mal im Halbjahr Anspruch auf eine Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack.

Die frühkindliche Karies ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten bei Vorschulkindern. Circa 50 Prozent aller Kariesschäden, die bei der Schuluntersuchung festgestellt werden, stammen bereits aus den ersten drei Lebensjahren. Hier setzen die neuen Zahnleistungen für Kinder abgestützt durch ein wissenschaftliches Konzept an, mit denen vor allem auch die Folgeerkrankungen vermieden werden sollen.  


Quelle: KZBV

 

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